Empfohlene Ausrüstung wenn der Hund mit dabei ist

Empfohlene Ausrüstung wenn der Hund mit dabei ist
Autor: Christian

 

Wandern zusammen mit dem Hund ist schon eine schöne Sache. Jene, die vom Parkplatz aus ein paar Kilometer auf beschilderten und mit Hütten gepflasterten Wegen unterwegs sind, brauchen hier auch gar nicht mehr weiterlesen. All jene die sich aber abseits der Touristenpfade bewegen, die müssen für dieses Vorhaben schon ein wenig mehr im Rucksack haben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Gerade für Hunde ist es wichtig, nichts dem Zufall zu überlassen, und wenn Ihr mit großen Hunden so wie wir unterwegs seid, dann ist klar dass im Notfall niemand den schweren Hund weit tragen kann. Deswegen einfach vorsorgen, dann kann (fast) nichts schief gehen.

Beim Trekking oder Nordic Trekking ist es immer von Vorteil, dass man die Hände frei hat. Nun werden sich einige denken, kein Problem, der Hund läuft ja eh ohne Leine. Sorry, bei uns nicht. Warum? Hier mal eine kleine Zusammenstellung, warum nicht:

Leine

Weiters besteht das Problem der unterschiedlichen Körpersprachen zwischen Haushunden und nordischen Hunden. Egal was Ihr nun denkt, es gibt diese Unterschiede, und deshalb auch „Missverständnisse“ und ganz schnell entstehende Beißereien, die niemand braucht und keiner haben will. Speziell kleine Hunde werden von den Nordischen oft nicht als Artgenosse angesehen, sondern als Beute. Kein Scherz! Gleiches gilt für den Irrglauben des „Welpenbonus“ und dem dahinter steckenden Gedanken, dass ein Hund einem Welpen niemals was tun würde. Das ist falsch! Welpenschutz gibt es nur im eigenen Rudel! Fremde Welpen haben keinen Schutz …

Um das zu vermeiden, sind die Hunde bei unseren Wanderungen IMMER mit uns verbunden, also angeleint. Und um die Hände trotzdem frei zu haben, gibt es klasse Ausrüstungsgegenstände, von denen viele zwar schon gehört haben, aber keine Ahnung haben was es wirklich ist, oder wo man es bekommt.

 

Bauchgurt – Führgeschirr – Ruckdämpferleine:

Wer nichts mit den Begriffen „Bauchgurt“, „Führgeschirr“ und „Ruckdämpferleine“ anfangen kann, hier ein paar Erklärungen dazu:

Ein Bauchgurt ist das A&O für den Wandersport (oder auch Nordic Walking) mit dem Hund. Ihr habt damit immer die Hände frei für Wander- oder Nordic Walking Stöcke, oder auch um sich bei einem unerwarteten Ausrutscher schnell abstützen zu können. Der Hund ist dabei sicher am Gurt fixiert, und kann nicht weglaufen.

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Fotos: Bauchgurte gibt’s in vielen Ausführungen, auch mit Namensstick möglich!

Das Geschirr ist die zweite Seite der Leine, und ebenfalls ein wichtiger Faktor in Punkto Sicherheit und soll dem Hund auch einiges an Komfort bieten. Am besten sind die gezeigten Führ-, Touren oder spezielle Zuggeschirre. Halsbänder sind für Outdooraktivitäten extrem schlecht. Was wir bei uns auch nicht gerne sehen sind die Geschirre der Marke K9 oder baugleiche! Da der Brustgurt durchwegs im bereich der Schulter des Hundes vorbeigeführt wird, und ihn daher auf Dauer ebenso behindert, lehnen wir die Verwendung dieser Geschirre ab. Ein gutes Führgeschirr behindert den Hund nicht in der Bewegung, deckt ihm keine Fellstellen am Rücken ab (so wie Sattelgeschirre), und scheuern nicht in den Achseln! Daher bitte immer auf guten Sitz achten, oder bei Bestellungen genau vermessen!

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Linkes Bild: Führgeschirr. Rechtes Bild: Tourengeschirr.

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Linkes Foto: Zuggeschirr (X-Back). Rechtes Foto: X-Back mit Brustgurt um ein Herausschlüpfen zu verhindern. Die Geschirre gibt’s ebenfalls auch mit Namensstick bei eRPaki!

Jetzt fehlt nur mehr das Verbindungsglied zwischen Euch und Eurem Hund, die Leine mit integriertem Ruckdämpfer. 2 bis 2,5 Meter Länge reichen bei Wandertouren vollkommen aus. Wichtig ist der Ruckdämpfer, der Anlaufstöße, oder Unregelmäßigkeiten im Gang abfedert und so den Rücken des Hundes schont. Diese Zugleinen kann man sich selbst anfertigen, oder auch günstig im Handel erwerben.

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Alle Produkte empfehlen wir Euch von eRPaki (www.erpaki.de)

Bitte spart nicht am falschen Platz und kauft bei Fressnapf & Co irgendeine dort angepriesene Joggingleine oder Geschirr ein. Ihr werdet die Teile nach kurzer Zeit in den Mist werfen, und habt Euch dann keinen Cent erspart, im Gegenteil! Und auf Dauer schädigt Ihr Eure Hunde mit dem falschen Material!

Die Erste-Hilfe-Ausrüstung für den Hund:

Um für alle Kleinigkeiten und auch größere Verletzungen gerüstet zu sein, empfehlen wir unbedingt, für den Vierbeiner ein kleines Erste-Hilfe-Set mit dabei zu haben. Diese hier gezeigte Zusammenstellung ist eine Empfehlung unserer Tierärztin, sowie Ergänzungen nach eigener Erfahrung.

Erste-Hilfe-Hund

Der Inhalt dieses Sets besteht aus:

1x Aufbewahrungsbeutel & kleine Erste-Hilfe-Fibel
1x Einweghandschuhe
1x Selbsthaftende Verbandsbinde 7,5cm
1x Polsterbinde 6cm
1x Fixierbinde 8cm
5x Tupfer 6x6cm
2x Kompressen 5x5cm
1x Leukoplast Porös 2,5cm
1x Prontosan-Wundspüllösung 40ml
1x Verbandsschere
1x Zeckenzange
1x Pinzette
1x Einwegspritze 20ml
1x Digitales Fieberthermometer

Eigene Ergänzung: 1x Zeckenhaken-Set (Ist besser als eine Zeckenzange)
Eigene Ergänzung: 1x Akkupunkturnadel (Notmaßnahme bei Atemstillstand, nur für EH-Kursteilnehmer!)
Eigene Ergänzung: 1x Calcium-Glyconat (Bei Insektenstichen im Maulbereich)
Eigene Ergänzung: 1x Octenisept 50ml (Wunddesinfekt)
Eigene Ergänzung: 1x Maulschlaufe (Beißschutz bei Behandlungsmaßnahmen)

Dieses Set können wir Euch auf Wunsch über unsere Tierärztin (exkl. eigener Ergänzungen) besorgen. Da die Kosten aufgrund des (T)Euros dauern Änderungen unterlaufen, können wir Euch hier keinen Preis dazu angeben. Ihr bekommt aber im Prinzip alles auch in Eurer Apotheke oder beim Tierarzt Eurer Wahl.

 

Wichtig:

Wasserschüssel, Flasche mit ausreichend frischem Wasser für den oder die Hunde, und eventuell Snacks oder eine 250g-Portion Trockenfutter sollten unbedingt mit dabei sein. Trekking auf fremden Pfaden ohne die Versorgungsmöglichkeit für den Hund sind ein absolutes No-Go! Wenn Ihr in unwegsamen Geländestücken unterwegs seid, wo Steine, Bewuchs, oder sonstige Hindernisse dem Hund an den Krallen Verletzungen zufügen könnte, nehmt zur Sicherheit eine Krallenzange mit! Eingerissene Krallen sind für den Vierbeiner extrem schmerzhaft und sie gehen damit keinen Schritt mehr. Ein kurzer Eingriff, und das Problem ist meist behoben, und es kann vorsichtig weiter gehen.

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Entspanntes Langstreckenwandern & Nordic Trekking für Mensch und Hund – das geht nur mit richtiger Ausrüstung!

Posted by 9. Februar 2016 Category: Allgemein, Ausrüstung & Tests