Category Archives: Touren

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3. Hundewandertag in Warth

3. Hundewandertag in Warth

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Kurzfristig sind wir einer Einladung zum 3. Hundewandertag in Warth gefolgt. Am Samstag, den 29.10. trafen sich 17 Wandersleute mit und ohne Hund bei den Organisatoren Grete und Alfred (Freunde von uns, und auch Mitglieder im LTH-Austria), um dann pünktlich um 9 Uhr in Richtung Kulmriegel zu starten.

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Die ersten Kilometer gingen dann stetig bergauf, und für einige „Flachlandler“ war das schon wie eine Gebirgswanderung. Klar, das waren sie nicht gewöhnt. Doch das Tempo der Wandergruppe war pomale, und so konnte jeder brav mithalten. Ab und an warteten die vorderen mal, damit alle aufschließen konnten, und so fanden alle den richtigen Weg.

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Das Wetter war zwar bedeckt aber es hatte gut 10 Grad. Also gutes Wanderwetter für Mensch und Hund. Der herbstliche Wald war überhaupt ein Traum in seiner Farbenpracht. Und der Geruch! Es roch die ganze Zeit nach Pilzen, die wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nirgends erspähen konnten. Doch alle wussten: Es gab sie!

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Es ging immer höher in Richtung Kulmriegel hinauf. Mittlerweile hatten wir schon die ersten 200 Höhenmeter hinter uns gelassen, und knapp 3,5km Wegstrecke. Der Weg wechselte stetig. Von Straße zu Wiesenwegen, über Waldwegen zu Forststraßen. Und dann waren sie endlich da! Die Schwammerln im Wald! Ein Traum. Leider konnten wir als Laien nur ein paar wenige eindeutig identifizieren, und mangels eines Messers ließen wir sie auch stehen, damit das Myzel nicht beim bloßen Ausreißen der Pilze beschädigt wird.

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Die Artenvielfalt war ein Wahnsinn. Das gibt es bei uns zu Hause im Weinviertel und den paar Wäldern die wir noch haben nicht. Nach 4,5km und 270 HM erreichten wir dann um 10:45 Uhr die „Labestation“. Da hatte sich Grete wirklich wieder ins Zeug gelegt und mit Obst, Getränken, Selbstgebackenem und süßen Schmankerln eine wahrhaft klasse Erholungspause organisiert. Danke für die Mühen die Ihr Euch gemacht habt, Grete und Alfred!

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Ab hier führte uns dann der Weg in Richtung Burg Grimmenstein. Dazu mussten wir noch einige Höhenmeter machen, und schließlich, nach gut 2km erreichten wir dann um 12 Uhr das kleine Juwel am Hang des Kulmriegels. Die komplett neu aufgebaute kleine Burg lud mit ihrer Taverne und der Möglichkeit einer Besichtigung natürlich ein, und wir nutzten auch die Gelegenheit die uns da geboten wurde.

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Die Führung zur Besichtigung war interessant, und was uns sehr überraschte: Kostenlos! Dafür gab es eine Box für eine freiwillige Spende, die wir natürlich fütterten. Das war verdient. Dann machten wir uns wieder auf den Weg. Es ging ab hier Richtung Grimmenstein Ort. 3,5km führte der Weg nun teils steil bergab. Zur Freude jener ohne Hund, da sie sich nicht mehr bergauf schleppen mussten, zum Leid so manchen Hundeführers da die 4-Beiner sich bergab ins Geschirr legten und zogen wie Sau. Auf laubbedecktem und feuchten Boden natürlich nicht gerade das Wahre. Doch niemand kam zu Sturz, es klappte alles tadellos.

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Und so erreichten wir dann um 14:30 Uhr das geplante Zwischenziel, beim „Giovanni“, wo wir dann Essen gingen. In Punkto Pizza ist das Lokal auf alle Fälle zu empfehlen. Die gut belegte „Flade“ war ein Traum.

Nach gut einer Stunde brachen wir dann wieder auf, um nun die letzten 4,5km Wegstrecke hinter uns zu bringen. Mittlerweile schien die Sonne auf ein paar Landstriche, und beleuchtete so auch den gut im Norden sichtbaren „Türkensturz„.

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Um 16:45 trafen wir dann wieder beim Ausgangspunkt ein. Es war eine tolle Wanderung, und wir haben wieder ein klein Stückchen Österreich gesehen, und auch neue Wanderbegeisterte kennen gelernt. Insgesamt waren wir heute 14,6km mit Gesamt knapp 800HM in gemütlichen 8 Stunden samt Pausenzeiten unterwegs. Passt!

LTH-Austria, 29.10.2016

 

Die komplette Fotogalerie findet Ihr >> hier <<

 

Diesmal waren vom LTH-Austria mit dabei:
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Christian, Manuela, Thomas, Grete, Alfred

Wanderrunde Ulrichskirchen – Glockenberg

Wanderrunde Ulrichskirchen – Glockenberg

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Am 15. Oktober 2016 war es wieder mal so weit. Eine Wandertour war angesagt. Diesmal führte die Strecke ab Ulrichskirchen auf den Glockenberg und wieder retour. Ausgangspunkt war der Parkplatz „Viehtrift“ den man leicht findet, wenn man in Ulrichskirchen Richtung „Heuriger Konrad“ fährt. Der Parkplatz ist beschildert und groß genug.

Da wieder einmal (wie im Herbst üblich) die Wettervorhersage mit „Schauern“ trumpfte, fanden sich am Treffpunkt exakt zwei hartgesottene Hiker (Christian & Thomas) von der „Mannerschnitterlbande“ ein, die dem Wetter trotzen wollten. Schade dass die anderen im Club meist immer nur bei Schönwetter etwas unternehmen wollen, aber die Menschheit ist leider immer verweichlichter, und die Bequemlichkeit siegt meistens. Und die geplanten 16,6km sind natürlich auch eine enorme Anstrengung für viele. 2-3km reichen doch vollkommen für eine „Gassirunde“ …

Egal, Thomas und seine zwei Hunde Thor und Asko sowie Christian, starteten um 9:45 in Richtung Heuriger los. Bei knappen 12 Grad und heftigem Wind war es zwar kühl, aber für eine längere Wanderung mit Hunden gerade richtig. Der Weg durch die Kellergasse war schnell zurückgelegt, und die ersten Steigungen standen an. Hier kam dann der erste Anstieg, bei dem man schnell merkte wer ein Schneidbrettlhiker (Flachlandspaziergänger) ist, und wer ohne Sauerstoffzelt die Weinviertler Höhen hinauf kommt.

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Der erste Teil der Wanderung führte über offenes Gelände. Da zog es schon ziemlich arg, und der Wind machte keine Anstalten sich zu legen. Doch dafür kam die Sonne raus, und es erwärmte sich noch ein wenig. Man konnte fast Kaiserwetter dazu sagen. Unbeirrt marschierten die beiden in Richtung Münichsthaler Wald den sie nach 3km auch erreichten. Von hier aus schlängelte sich der Weg auf schmalen Wegen, Waldwegen, Forstwegen, etc. immer weiter, dann musste die Landstraße kurz gequert werden, und bei KM 4 gabs die erste längere Pause für die Hunde (Oder wars für Thomas?). Auf jeden Fall fand sich hier ein super großes Gehege mit Hühnern, Gänsen, Ziegen und sonstigem Getier vor, die sich sofort anpirschten um die beiden Fell-Begleiter zu begutachten. Einzig heikel wurde das nur, weil ein Ausreißer (schwarze Ziege mit langem Bart …) außerhalb des Zaunes um die Kurve kam, und es offensichtlich genau wissen wollte. Nun, kurz vor den Hunden merkte das Tier wohl, dass es gegen zwei nur verlieren könnte, und zog sich wieder zurück. Nach dieser Pause zogen wir dann weiter, unter genauer Beobachtung der Ziege, die uns nicht aus dem Blick ließ.

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Von nun an führte der Weg nur mehr durch den Wald. Gemütlich schlapften die beiden mit Hundeanhang die Wege entlang, verliefen sich ab und an mal kurz (es waren in Summe wirklich nur 400m !!), weil das GPS versagte oder nicht beachtet wurde, die kleineren Päuschen wurden immer mehr, aber nach 2 1/2 Stunden und 7,5km kamen die beiden dann am Kreuttaler Aussichtsturm an, und machten – erraten! – eine Pause (natürlich nur wegen der Hunde!). Man muss aber dazu sagen, dass Thomas heuer aus privaten Gründen nicht viel unterwegs war und daher genau null Training und Kondi hatte, und Christian mit seinem Marschbruch am Fuß kämpfte den er sich vor einigen Wochen zugezogen hatte, und nicht abheilen will. Also ist der benötigte Zeitrahmen für die Strecke entschuldigt. Hier durfte nun das berühmte „Mannerschnitterl“ und die „Moods“ nicht fehlen. Das hatte man sich verdient.

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Auf der Strecke bis zum Glockenturm gab es vieles zu sehen, was man nicht mal wusste dass es so etwas in dieser Gegend überhaupt gibt. Von Holzlagerstätten so groß wie ganze Industrieareale bis über private Teiche und bewohnten „Waldhäuserln“ von denen man nie etwas gehört hat. Die Einheimischen kennen das alles sicher, aber als „Besucher“ sieht man davon meist nichts, weil sich die meisten Wanderer nur an die offiziellen Wanderwege halten. Im Gegensatz zu unseren „Hatschern“, die ja die Ruhe suchen und auch mal angelegene Wege nutzen, die eben nicht markiert sind und von Massen von Menschen genutzt werden.

Auf der Hauptstrecke am Glockenberg kamen den Beiden dann schon einige Wandersleute entgegen, diesmal aber alle ohne Hund, was fast unerklärlich in diesem Gebiet ist. Thomas Hunde waren für die Kids die da mit dabei waren natürlich die Attraktion und es wurden speziell von „Asko“ Unmengen an Fotos geschossen. Auch das übliche „darf ich den Husky streicheln“ stand mitten im Wald am Programm.

Die Strecke führte die beiden vom Aussichtsturm über den „Glockenberg“ dann auf die höchste diesmalige Stelle auf 365m Seehöhe, wo es wieder eine Rast gab *lach*. 9km und 3 3/4 Stunden waren nun schon bewältigt. Christian überlegte schon per SMS einen Urlaubstag zu beantragen, weil er sich nicht mehr sicher war, ob sie das Ziel heute noch erreichen würden.

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Nach der Rast folgten die beiden weiter dem vorgegebenen Weg den Glockenberg hinab. Nach 4 1/2 Stunden kamen sie wieder auf offene Ebene, querten wieder die Landstraße und mit ziemlich aufgefrischtem Gegenwind (was die Wandergeschwindigkeit weiter verlangsamte), führte der Feldweg dann endlich nach 12km wieder Richtung Ulrichskirchen zum Ziel der Tour. Dazwischen gab es – wie schon gewohnt – wieder die eine oder andere Pause. Wieder im Wald wurde es dann windstill. Das Wetter hielt noch immer super an. Kein Regentropfen kam bisher vom Himmel. Das Wetter passte einfach.

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Am letzten Stück des Weges kamen die Beiden dann noch an der Waldandacht und dem Soldatenkeuz vorbei, um gleich danach an einem wunderschönen Platzerl direkt am Einstieg in den Hohlweg nach Ulrichskirchen eine kleine Rast einzulegen … mittlerweile war es eh erst 15:30 Uhr, und knapp 1,5km trennten die beiden vom Ziel. Nun, es sollte ja eine Entspannungstour werden. Die war es mit Sicherheit, denn 5 1/2 Stunden für 15km sind ein wahres Schlendertempo.

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Irgendwann kratzte Christian dann auf den Weitermarsch, denn langsam kam Gefahr auf, dass es dunkel wurde. Er hatte ja nicht daran gedacht bei der heutigen Runde eine Nachtausrüstung mit zu nehmen (Stirnlampe und Notfallrationen, Biwaksack, etc.). Mit ein wenig Druck und zureden kam dann auch Thomas wieder in die Gänge um sich den nun ins Ort schlängelnden Hohlweg zum Parkplatz weiter zu quälen. Der Hohlweg mündete in einer Art Kellergasse. Voll lieb gestaltete Kellerportale konnte man hier bestaunen. Und dann, nach einer unendlich lang erscheinenden Zeit von 6 1/2 Stunden (Laut Garmin GPS stand es 4 1/2 zu 2 Stunden für „In Bewegung“ und „Pause“) kam die „Mannerschnitterlbande“ dann am Parkplatz an.

Thomas war erleichtert, die Hunde wurden versorgt, Christian machte sich auf den Weg zum Heurigen (natürlich zu Fuß) und Thomas fuhr mit dem Wagen hoch. Nicht weil er keinen Schritt mehr gehen wollte, sondern wegen der Hunde die er dann mit offener Heckklappe im Wagen lassen konnte, während die beiden sich beim Heurigen mit „kühlem Blonden“ und den Wahnsinnsbroten verwöhnen ließen.

So klang der Tag aus, und um 18:45 Uhr machten sich dann beide auf den Heimweg. Mit schmerzenden Füßen und Muskelkater vom Lachen. Denn zum Lachen hatten die beiden auch genug auf der Strecke. Und so soll es sein, es geht ja um nichts, und man muss keine Rekorde brechen. Auch wenn Robert „The machine“ dann noch telefonisch kontrollierte ob sein Geschwindigkeitsrekord vom Großengersdorfer Marathon durch die Beiden gebrochen wurde, es ihm aber nicht verraten worden ist (HA! Die Zeitangaben hier sind nur zu seiner Beruhigung gemacht und stimmen eigentlich nicht, die beiden waren VIEL schneller!!), es war ein super Tag und beiden hat es Spaß gemacht!

 

Die komplette Fotogalerie findet Ihr >> hier <<

 

Diesmal waren mit dabei:
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Christian & Thomas

Unterberg-Hiking, ein besonderes Erlebnis

Unterberg-Hiking, ein besonderes Erlebnis

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Im Zuge des Schlittenhundetrainingslagers des NSSV (Niederösterreichischer Schlittenhunde Sportverein) vom 6. – 11. September 2016 im malerischen Rohr im Gebirge, wurde für sportliche Teilnehmer des Camps (mit oder ohne Hund) eine Wanderung auf den Unterberg durch die „Long Trail Hikers – Austria“ durchgeführt.

Um 11 Uhr fuhren wir also vom Camp ein paar Kilometer in Richtung Haselrast, um dann beim Grieshof zu parken. Von hier aus ging es dann unserem Ziel entgegen, dem Gipfel des Unterbergs. Fast alle Teilnehmer waren diesmal mit Hund unterwegs, und so traf es sich gut, dass ein Großteil der Strecke erstmals durch den Wald führte. Wir starteten um 11:25 Uhr und die Forststraße schlängelte sich immer weiter und höher durch das Tal. Innerhalb der ersten Stunde kam uns nicht ein einziger Wanderer entgegen. Es war richtig ruhig und angenehm.

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Das Wetter war traumhaft, obwohl es durch eine leichte Trübung nicht wirklich gute Fernsicht gab. Doch man konnte trotzdem ein super schönes Panorama bewundern. Für die Landschaft muss man wohl 5 Sterne vergeben, doch auch für die Kondition gibt’s 4 Sterne, denn der Aufstieg entpuppte sich auf den letzten paar hundert Metern zum Unterberg-Schutzhaus als richtige Herausforderung! Es ging steil bergauf! Selbst die Hunde vermochten den Aufstieg nicht zu kompensieren, und so schleppte sich der eine oder andere aus unserem Wandergeschwader mit letzter Reserve zum Plateau der Hütte hoch. Erst knapp vor der Hütte kamen uns die ersten Wanderer entgegen. Ein Gruppe hartgesottener Pilger und Pilgerinnen auf ihrem Weg nach Mariazell …

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Um 12:35 Uhr erreichten wir unser erstes Ziel und legten nun erstmals eine ausgiebige Rast auf der Unterberg-Schutzhütte (auf 1170m) ein und orderten Getränke. Was wir an Speisen sahen schaute auch verdammt gut aus, doch zum Essen waren wir hier nicht hochgekommen. Wir wollten ja zum Gipfel. Die Preise waren in Ordnung. Einziger Wermutstropfen: Das Wasser für die Hunde war kostenpflichtig! Außer man begnügte sich mit Regenwasser aus einer Tonne! Nach gut 45 Minuten Rast machten wir uns für den Gipfelsturm bereit und brachen auf. Der Weg führte uns nicht über die Schiwiese hoch, sondern den (angeblich leichteren) Gipfelweg.

(Man soll nie irgendwelchen Angaben vertrauen, wenn man es nicht schon selbst gesehen hat, was einen erwartet!)

Der Aufstieg zum Gipfel führte über ein paar Serpentinen auf einem Weg der kontinuierlich steiler wurde. Nach wenigen Minuten war es schon fast wieder eine Qual sich weiter in Richtung Gipfelkreuz zu bewegen. Die letzten 100m zum Gipfelkreuz waren dann wie eine Leiter ohne Sprossen sondern mit einer Laufbahn darauf. Ausrutschen sollte man an dieser Stelle nicht, denn einen Halt zu finden würde dann schwer werden. Man kann dann nur mehr sagen: „Von nun an ging’s bergab …“

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Wenn man dann erstmals oben ist, dann wird man für die Anstrengung zum Gipfel mit einer Aussicht belohnt, die aus einem Bilderbuch stammen könnte! Ein Traum! Obwohl nur 1342m hoch, hat es der Gipfel in sich, egal ob Aufstieg oder das traumhafte Panorama das man hier oben hat.

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Die Hunde versorgt, die Aussicht genossen, und schon mussten wir uns wieder auf den Abstieg aufmachen. Immerhin ist die komplett Tour mit 11,2km geplant, und es sind auch knappe 600HM rauf und runter zu überwinden. Weiter ging es dann oben am Kamm entlang auf einem schmalen Pfad, der uns wieder weiter nach unten führen sollte. Doch das erste Hindernis ließ nicht lange auf sich warten. Eine Weidezäunung musste überquert werden. Mit den Hunden war es nicht ganz so einfach, aber es klappte dann doch. Noch dachten wir uns nichts dabei, doch schon bald standen wir mitten in einer Kuhherde, noch dazu waren Kälber auch dabei. Normalerweise ein NoGo und ab und an auch gefährlich, wenn die Hunde falsch reagieren.

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Doch langsam und in weitem Bogen, mit Hunden die wirklich brav ohne einen Muckser an den Kühen vorbeigingen, war es absolut kein Problem. Die Kühe beobachteten uns vollkommen ruhig, und auch als ein Kalb aufsprang und zu seiner Mutter lief, war absolut keine Aggression der Kühe uns gegenüber zu bemerken. Nach 20 Minuten hatten wir dann das Ende der Weiden erreicht, und schlossen das letzte Gatter hinter uns als wir hindurch waren.

Von nun an ging es dann wieder auf der Forststraße weiter hinunter. Ein anhaltendes Gefälle und Hunde die auf Zug sind, das geht schon fest in Oberschenkel und Knie, das mussten wir alle zusammen tapfer hinnehmen. Überhaupt wenn man mit Nordischen unterwegs ist, die nichts anderes kennen als brav ziehen. Doch während des Abstieges waren wir auch so sehr von der Umgebung fasziniert, dass es gar nicht weiter schlimm war.

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Irgendwann, nach den geplanten 11,2km (gefühlt waren es 30 …) sind wir dann um 15:50 Uhr wieder bei den Autos am Grieshof angekommen. Müde, teilweise mit Muskelkater und „ziepen“ in den Beinen, aber doch zufrieden und trotz allem erholt weil es da oben einfach schön war!

Der Unterberg ist von uns aus gesehen eine wirklich empfehlenswerte Wanderroute. Doch Achtung: Unsere Route war vorab genau geplant, denn ein Rundweg ist hier nicht vorgegeben. Ihr könnt also nur vom Grieshof zum Gipfel und die gleiche Strecke wieder zurück gehen. Aus Rücksicht zur Natur veröffentlichen wir hier keine GPX-Daten unserer Rundwanderung, dem Unterberg-Hiking.

LTH-Austria, 13.09.2016

 

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Diesmal waren mit dabei:
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Christian, Chris, Robert, Dagmar, Dieter, Franz, Alexander

„Burning feet 2016“ der 4. Großengersdorfer Hunde-Wandermarathon

„Burning feet 2016“ der 4. Großengersdorfer Hunde-Wandermarathon

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Begonnen hatte es wie jedes Jahr. Am Freitag den 29.04.2016 pünktlich um 8 Uhr fährt ein vollbeladener Van mit ebensolchem Anhänger in Großengersdorf hinein, biegt in die Kellergasse ab, und parkt auf einer Wiese ganz oben direkt neben dem Großengersdorfer Wasserwerk. Ein wenig unausgeschlafen weil am Vortag am Abend noch alles verladen und verstaut werden musste, steigt Christian der „Alpha-Patschn“ der Long Trail Hikers – Austria (und Präsident des NSSV) aus, begutachtet Wiese und Wetter, stellt fest dass es gut ist, und beginnt gemütlich mit dem Entladen und Aufbau des Eventzeltes für das „Burning feet 2016“. An so einem schönen Morgen mit herrlichem Sonnenaufgang ging alles gleich viel besser als sonst, und so stand das Teil knapp 9:30 Uhr schon fix und fertig da und wartete auf die Innenausstattung. Er war zufrieden mit seiner Arbeit, und sah nun auch Chris (Generalsekretär NSSV) die Kellergasse hochkommen. Der zweite Mann des Orgateams schlich sich an die Location heran und brachte bereits die Sachspenden von STASTNIK und STRÖCK mit. An dieser Stelle gleich ein großes DANKE an beide Firmen, die uns seit Anbeginn von Burning feet unterstützen!

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Auch um Strom und Gemeinde-WCs hatte er sich gleich unten beim Gemeindeamt gekümmert, und so konnten wir gemeinsam und flott den Rest aufbauen. Währenddessen kamen dann noch Erwin („Schreibgriffeldompteur“ der Long Trail Hikers – Austria), Manuela („Groschenlady“ der Long Trail Hikers – Austria und Finanzreferentin des NSSV) sowie Thomas an. Das Orga-Team war dann schon fast komplett. Es fehlte dann nur noch Robert (Sportreferent des NSSV) der diesmal wieder den Ausrüstungscheck übernahm. Doch bis dahin hatten wir noch jede Menge Zeit. Um knapp 13 Uhr waren wir mit dem Aufbau komplett fertig, und machten mal einen kleine Pause. In dieser Zeit trudelten dann auch schon die ersten Teilnehmer ein, die auch am Stake-Out mit Wohnwägen, Campingbussen und Zelten übernachteten. Ab 17 Uhr erschienen dann auch die restlichen Teilnehmer um bei der für 18 Uhr angesetzten Streckenbesprechung dabei zu sein. Ein paar Ausnahmen baten um eine Einweisung am Samstag, und wir kamen der Bitte auch nach, da es sich nur um 21km-Hiker handelte. Das ging schneller und ließ sich einrichten.

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Die Check-Ins der Teilnehmer und Hunde waren schnell und ohne nennenswerter Beanstandungen abgeschlossen. Die Hunde waren gut drauf und alle gesund, die Teilnehmer selbst schon in voller Vorfreude auf den Start am Samstag. So riefen wir dann etwas später wie geplant um 18:45 Uhr alle anwesenden Teilnehmer ins Eventzelt, und begannen mit der Streckeneinweisung. Zu aller erst  wurden die Startpakete, bestehend aus Startkarte, Streckenbeschreibung und Wanderkarte ausgegeben. Die Meldeliste wurde gegenkontrolliert, und dann bekam noch jeder Teilnehmer ein Sponsorsackerl der Firma FUTTERHAUS (im G3 Shopping Resort Gerasdorf) wofür wie uns hier nun ebenfalls herzlichst bedanken! Christian erklärte die wichtigsten Regeln und auf was aufgepasst werden musste, und stellte die Strecke dann mittels Beamer und Streckenerklärung den Teilnehmern vor. Fragen wurden gleich behandelt und beantwortet, Unklarheiten beseitigt, der Tagesablauf komplett besprochen. In vielen Gesichtern (Einige waren ja das erste Mal bei uns) sah man echte Überraschung wie gut organisiert wir diesen Event hatten. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Die Sicherheit von Mensch und Tier sind bei uns an oberster Stelle, und das spiegelt sich bei unseren Veranstaltungen wider.

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Nach dem Ende der Einweisung entließen wir die Teilnehmer wieder. Einige fuhren nach Hause um noch einmal auszuschlafen, andere reisten in ihr Hotel oder Pension wo sie übernachteten, der Rest setzte sich mit uns im Zelt zusammen, und feierte ein geselliges Zusammentreffen mit tollem Tagesausklang. Irgendwann um 0:45 Uhr beendeten wir dann die Runde, denn um 6 Uhr hieß es wieder Tagwache, und da mussten wir dann alle fit sein! 5 Stunden Schlaf sind an der Grenze zu dem was man ausreichend nennen kann …

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Samstag, 30.04.2016 – 6 Uhr: Der Wecker läutet. Die Nacht war kalt und kurz. Egal, raus aus den Schlafsäcken, Betten, Decken, das Orga-Team versammelte sich und frühstückte zuerst mal. Kaffee in Mengen war nun mal das Wichtigste am Stake-Out. Erst lange nach uns allen regten sich die ersten Hunde. Die konnten wahrscheinlich gar nicht glauben, dass sie nicht die Ersten waren. Eine Stunde später war schon reges Treiben auf der Wiese. Man sah schon aufgeregte Teilnehmer mit ihren Rucksäcken hantieren, die letzten Ausrüstungsgegenstände verpacken, die Hunde herrichten, es ging ja bald los. Um 8 Uhr war der Start des 42km-Marathons. Sammelzeitpunkt 9:30 Uhr. Eine letzte Einweisung folgte, die Jausensackerln und Getränke wurden noch schnell ausgegeben, und schon waren die hartgesottenen Trekker auf Strecke. Noch nicht wissend, was auf sie in Punkto Blasen oder sonstige Probleme zukommen könnte. Doch genau das macht den Event zu dem was er ist. Man braucht keine 100km um an seine Grenzen zu kommen und sich dabei vielleicht auch noch gesundheitlich zu ruinieren. Es reichen 42. Viele schaffen nicht einmal die Distanz von 21, doch es geht um nichts, außer dem Spaß am Dabeisein, einer Urkunde und einer Trophäe oder Medaille!

Mit dem Start der 42km Distanz nahm auch das Organisationsteam seine Arbeit auf. Christian begab sich gleich mal auf die Strecke und hängte den Kontrollblock an seine Stelle. 1 Stunde später erspähte er schon die ersten Wanderer in seiner Nähe. Franz und Claudia waren die Vordersten am Trail. Scheinbar würde das heuer ein hartes Kopf an Kopf Geschehen werden, so die Vermutung, und man sollte damit recht behalten. Inzwischen wurden in Großengersdorf noch die Nachzügler eingewiesen, und der Start der 21km Hiker um 10 Uhr vorbereitet. Zuerst ließ man Alen raus, der die 21km als leider einziger Läufer absolvierte, weil wieder einmal Spaßmelder eine Kategorie blockiert haben, dann aber nicht zum Start erschienen. Bei der anschließenden Überprüfung dieser Leute entdeckten wir dann die falschen Daten die man uns übermittelt hatte. Nicht mal die Telefonnummern stimmten. Sowas ist den anderen Sportlern gegenüber einfach unfair. Uns, dem Veranstalter ärgert es, aber Schaden wird damit nicht bewirkt. Dazu bedarf es schon mehr.

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Christian, der die Streckenbetreuung über hatte, machte sich nach dem Start wieder auf, und schickte dann auch schon Thomas rüber zum Checkpoint bei KM 15. Alen – der Läufer – würde dort ja bald eintreffen, also musste der Checkpoint auch besetzt werden. Knapp eine Stunde nach dem Start sichtete ihn der Streckendienst schon bei km 10. Und er hatte zusammen mit seinem Vierbeiner einen Speed drauf  dass es unter Füßen und Pfoten nur so staubte. Dann kamen auch schon langsam die 21km-Hatscher ins Blickfeld. Nun bemerkten unsere Neulinge was bei uns Streckenbetreuung heißt: Es gab Powerriegel, die Möglichkeit Wasser nach zu füllen, ein bestens bestücktes Erste-Hilfe-Notfallset war an Bord, und man konnte unnötige oder getauschte Kleidung oder Schuhe mitgeben, um Gewicht zu sparen. Es fiel auch gleich auf, dass sich eine Starterin fern ab der Gruppe befand und nicht auf der Strecke zu sehen war. Gleich machte sich Christian auf die Suche, und rief die „abhanden“ gekommene Starterin an, ließ sich die Position durchgeben, und stattete ihr sogleich einen Besuch auf der Strecke ab, um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Die Betreuung unserer Teilnehmer ist das A und O unseres Events. Das haben auch heuer wieder alle bemerkt.

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Am Stake-Out lief alles nach Plan. Manuela begann sich um das Essen zu kümmern. Thomas machte seine Arbeit am Checkpoint. Chris unterstützte am Stake-Out und Erwin stand in den Startlöchern falls es zu einer Abholung kommen würde. Auch einen kostenlosen Abholdienst gibt’s bei uns, falls ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin nicht mehr weiter kann. Selbiges gilt auch die Hunde. Jeder kann uns seinen Hund mit ruhigem Gewissen übergeben, wir bringen ihn wohlbehalten zurück aufs Stake-Out, und man kann die Wandertour trotzdem beenden. Christian hatte sich diesmal eine Fleißaufgabe auferlegt, und kochte persönlich auf Wunsch eines Teilnehmers einen veganen Gemüse-Tofu-Kokoseintopf. Dieser kam neben dem Kartoffelgulasch dass es als Stärkung gab genauso gut an was ihn natürlich freute.

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Nach der Kocheinlage machte sich Christian dann wieder auf die Strecke, und besuchte Thomas am Checkpoint. Auch da war alles ok. Thomas hatte alles im Griff. Zusammen mit Thor und Asko harrte er brav stundenlang am Checkpoint 15 aus. Hier kamen dann auch gleich Markus und Jozsef an. Ein wenig später kam auch Robert „The machine“ ins Beobachtungsfeld und zeigte wie verbissen er wieder mal an einer Bestzeit arbeitete. Wir hatten das komplette Teilnehmerfeld immer im Auge. Kurze Pause für den Streckendienst … Essen fassen, schauen ob alles am Stake-Out in Ordnung ist, und schon gings weiter zum Checkpoint 32. Hier wurden dann gegen 14 Uhr (laut Berechnung) schon Franz und Claudia erwartet. Ein wenig dauerte es dann noch, bevor Claudia bei KM 30,5 das erste Mal gesichtet wurde und schließlich um 14:28 Uhr den Checkpoint erreichte. Wenige Minuten hinter ihr kam auch Franz am CP32 an. Beide waren so weit körperlich in gutem Zustand, abgesehen von den Blasen die sie sich bisher geholt hatten. Claudias Hündin war ebenfalls top drauf, bei Franz‘ Hündin hatten wir bedenken, schlugen vor eine Erholungspause einzulegen, was aber von Franz mit einem Schnellstart quittierte.

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So lange ein Hund nicht offensichtlich gröbere Probleme hat, können wir als Veranstalter nicht eingreifen, aber dies werden wir mit einer Änderung im Reglement für die Zukunft anpassen, da es schon sehr grenzwertig war. Wieder musste wir sehen, wie der Ehrgeiz das Wohl der Hunde zu überwiegen begann. Wir sprechen Franz NICHT seine Leistung ab, die nach seiner Erkrankung und anschließender Rehab wirklich unbestritten top war, es soll nur einfach ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, endlich mal den Ehrgeiz zurückzustellen und auf uns zu hören, wenn wir eine Anweisung zum Wohle der Hunde geben … wir als Veranstalter sind immerhin für die Hunde mitverantwortlich! (Übrigens, wenn wir schon beim Rügen sind: Die 4 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich NICHT an das Reglement in Bezug auf die Leine gehalten haben, Schleppleinen und Flexis sind KEINE Leinen mit Ruckdämpfer wie vorgeschrieben!)

Claudia ließ sich Zeit, versorgte sich und ihre Hündin, und startete dann ebenfalls auf die letzten 10km in Richtung Ziel. Nun waren noch 2 Teilnehmer (Markus und Jozsef) am 42er Trail unterwegs, und hatten die Waldgrenze bei KM 27 noch nicht passiert. Inzwischen kam die Meldung, dass alle Teilnehmer des 21km Trails ins Ziel gelangt sind, inkl. einer Abholung bei KM 10 weil der Hund verweigerte. Sowas kann immer wieder passieren, und man muss es akzeptieren. Den Hunden dann vielleicht Zwang auferlegen um weiter zu laufen wäre komplett falsch. Irgendwann um 15:45 Uhr versuchten wir die beiden „Abgängigen“ zu finden. Noch immer waren sie nicht aus dem Hochleithenwald heraus gekommen. Christian entschloss sich also zur Suche, und fuhr schnell mal hinein (es war auch sonst genug Verkehr an dem Tag, weil es der letzte Tag der Holzabholmöglichkeit war, bevor der Wald gesperrt wird). Kaum 200m – also gutes Timing – hinter der Waldgrenze fand er auch schon die beiden. Sie waren also schon knapp vor KM 27 gewesen. An der Waldgrenze wurden dann wieder Wasser und Powerriegel ausgefasst, die beiden Teilnehmer gecheckt, die Hunde überprüft, alles für gut empfunden, und das OK für den Weitermarsch gegeben.

Der Streckendienst wurde nun abgelöst, und der Checkpoint von Erwin besetzt. Christian brachte ihm noch schnell den Wasservorrat zum CP32, und machte sich dann auf den Weg zum Stake-Out, während Erwin die beiden „Ritter vom 42er“ weiter betreute. zu späterer Stunde haben wir dann erfahren, dass Jozsef am Checkpoint aufgegeben hatte, und Markus alleine weiter marschierte. So besiegt man den inneren Schweinehund! Hut ab! Das Ziel erreichte er übrigens um 19:54 Uhr, nach einer Hatscherei von 11 Stunden und 54 Minuten. Für das erste Mal nicht schlecht. Inzwischen kamen auch Claudia und Franz  (16:38 Uhr und 16:54 Uhr) ins Ziel, sie hatte es doch noch geschafft zu überholen, und freute sich entsprechend!

Wir gratulieren auf alle Fälle nochmals ALLEN TEILNEHMERN von Burning feet 2016 zu ihren Leistungen!

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Am Stake-Out liefen mittlerweile die Vorbereitungen für die Siegerehrung, das Essen wurde ausgegeben damit die Starter wieder alle zu Kräften kamen, und um 20 Uhr legten wir dann los. Für die Ränge 1 – 3 in jeder Kategorie gab es wieder die beliebten „Schuhe“ von uns, diesmal aber in den drei Farben „gold“, „silber“ und „bronze“, und für alle anderen Ränge eine Medaille. Im Gegensatz zu den Vorjahren haben wir uns dazu entschlossen, um ein wenig Anreiz zu schaffen, sich mit Leistung einen „Schuh“ zu holen, und nicht automatisch jedem Teilnehmer einen zu übergeben. Natürlich gab es auch wieder eine unserer schönen Urkunden dazu. Eine Sondermedaille gab es auch für den jüngsten Teilnehmer am 21er-Trail, den wir außer Wertung unter der Aufsicht seines Papas mitgehen ließen: Chrisi! Wir gratulieren zur Leistung des 10 Jahre jungen Buben, der den Trail komplett schaffte! Super!

Resümee des Tages: Wir sahen nur zufriedene Gesichter, es gab keine Klagen, nur Lob für uns und die gesamte Veranstaltung! Das freut uns – vom Organisationsteam – natürlich sehr. Danke an Euch alle, die dabei waren und den Event wieder mal zu dem gemacht haben was es war! Einfach nur klasse!!

Nach dem ganzen Trubel begann sich langsam wieder die Normalität auszubreiten. Ein Teil der Starter wurde von uns verabschiedet weil sie nach Hause fuhren, der Rest blieb noch über Nacht bei uns, und wir feierten noch bis knapp Mitternacht im Eventzelt. Dabei wurde natürlich über den Tag gesprochen, diskutiert, neue Pläne geschmiedet, über Änderungen nachgedacht, eben über alles palavert was uns so eingefallen ist. In Punkto Organisation konnten wir eigentlich sehr zufrieden sein, und belassen sie auch ohne einer Änderung. An dieser Stelle DANKE an das komplette Team (Chris, Thomas, Erwin, Manuela, Robert und Christian) sowie dem einen oder anderen Helferlein das sich uneigennützig zur Verfügung stellte und mitmachte!

Sonntag, 1. Mai 2016: Nach einer kurzen Nacht begann um 6:30 Uhr schon wieder das Treiben am Stake-Out. Das erste Geräusch das man hörte war von „Saeco“ … unserer Kaffeemaschine. Erst viel Später folgten dann die ersten Stimmen und das Raunen der Hunde. Um 7:30 Uhr waren dann auch die Letzten wach. Nun begann auch der Abbau von allem. Die restlichen ausharrenden Freunde und Teilnehmer wurden verabschiedet, die Sachspenden von Ströck und Stastnik noch aufgeteilt und jedem mitgegeben der was wollte, und um nicht einmal 11 Uhr war bereits alles zusammengepackt und verladen. Schön wenn alle zusammenhelfen. Das Gelände wurde noch einmal kontrolliert, und dann ging es nach einem echt tollen Wochenende wieder nach Hause … da wartete für einige ja auch noch eine Menge an Arbeit, denn die Ausrüstung muss ja wieder abgeladen und für den nächsten Event verstaut werden. Doch das ist eine andere Geschichte …

 

Hier noch die Wertungen von BURNING FEET 2016

Kategorie M42 (Marathon 42km ohne Hund):

Rang 1: Christian Veigl, 10h 29min
Rang 2: Christian Heiss, 10h 29min

Kategorie M42+ (Marathon 42km mit Hund):

Rang 1: Claudia Schnabl, 8h 38min
Rang 2: Franz Gollmayr, 8h 54min
Rang 3: Markus Gruber, 11h 54min
Disqu.: Thomas Kirstein, nicht am Start
Disqu.: Tanja Musil, nicht am Start wegen Verletzung
Disqu.: Jozsef László, aufgegeben bei KM32

Kategorie W21 (Halbmarathon 21km ohne Hund):

Rang 1: Heiss Christian, 5h 9min

Kategorie W21+ (Halbmarathon 21km mit Hund):

Rang 1: Robert Zeillinger, 2h 47min
Rang 2: Manfred Schramm, 3h 55min
Rang 3: Karin Haas, 3h 59min
Rang 4: Alexander Rohlfing, 4h 0min
Rang 5: Michaela Frassine, 4h 1min
Rang 6: Renate Barwik, 4h 2min
Rang 7: Dieter Suttnig, 4h 2min
Rang 8: Dagmar Suttnig, 4h 2min
Rang 9: Grete Wurmbrand, 4h 6min
Rang 10: Alfred Grill, 4h 6min
Rang 11: Katja Pribyl, 5h 0min
Rang 12: Sonja Leditzky, 5h 0min
Rang 13: Christian Veigl, 5h 9min
Rang 14: Erwin Funk, 5h 13min
Rang 15: Thomas Kirstein, 5h 13min
Rang 16: Christine Riegler, 5h 19min
Rang 17: Claudia Wagner, 5h 19min
Disqu.: Sandra Gütl, nicht am Start
Disqu.: Margret Gütl, nicht am Start
Disqu.: Karin Rohringer, nicht am Start, krank
Disqu.: Sebastian Knotzer, nicht am Start
Disqu.: Sandra Wolf, aufgegeben bei KM10
Disqu.: Isabell Storch, nicht am Start

Kategorie L21+ (Laufen 21km mit Hund):

Rang 1: Alen Mrciz, 2h 4min
Disqu.: Canicrossgruppe „Ost“ (Team, 6 Teilnehmer), nicht am Start

(Anmerkung zur Canicrossgruppe „Ost“: Wir hoffen Ihr hattet Euren Spaß daran die Startplätze für andere Interessenten zu blockieren!)

Zur Info: Die Ränge wurden bei gleichen Zeiten (Trekkingteams) nach der Reihenfolge der Eintragung in der Zeitliste vergeben. Diese Modalität wurde in der Teilnehmerinfo angekündigt.

 

Nun folgt noch unser DANK an die Gemeinde Großengersdorf und Bürgermeister Josef Staut, der es uns auch heuer unkompliziert ermöglichte, wieder Gast in seiner Gemeinde sein zu dürfen! Vielen Dank im Namen des gesamten Teams!

 

Fotos unseres Events findet Ihr hier:  >> Fotogalerie 1 << – >> Fotogalerie 2 <<
Die Verwendung der Fotos unter Angabe der jeweiligen Fotorechte (Logos & Wasserzeichen) ist für unsere Teilnehmer natürlich erlaubt!

 

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Vorabstart (21km Hunde-Wanderhalbmarathon) in Großengersdorf

Vorabstart (21km Hunde-Wanderhalbmarathon) in Großengersdorf

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Es waren keine guten Voraussetzungen, als wir am Samstag den 9.4.2016 um 9 Uhr Morgens zusammentrafen, um die 21km des Halbmarathons abzuwandern. 4 hartgesottene Hiker (Chris, Christian, Erwin und Thomas) von unserem Wanderschuhgeschwader fanden sich trotzdem zusammen mit und ohne Vierbeiner ein, und machten sich für den Start fertig. Nass waren wir eigentlich schon am Start, denn es regnete unablässig. Trotzdem ließen wir uns den Spaß nicht nehmen, und machten uns auf den Weg.

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Die Strecke selbst führte von Großengersdorf in Niederösterreich, weiter über die „Remise“ dann nach Pillichsdorf und in einem großen Rundkurs über den Rand des Hochleithenwalds wieder zurück nach Großengersdorf. Dem Wetter entsprechend waren die Feldwege mehr Matsch als Weg, aber zum Glück hatten wir mit Gamaschen vorgesorgt, und so blieb der Dreck außerhalb der Schuhe, und die Füße trocken. Blasenvermeidung nannten wir das dann, denn feuchte Füße sind ein 100% sicheres Mittel für Blasen!

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Zwischenstopp und Pause machten wir dann bei KM 10 am Bahnhof in Pillichsdorf, bevor wir dann zügig weiter zum Checkpoint 15 losmarschierten. In etwa auf dieser Höhe der Strecke hörte dann endlich mal der Regen auf, obwohl es nun für den Rest der Strecke auch schon egal gewesen wäre. Die letzten 6 Kilometer waren relativ gut zu marschieren. Einzig die sogenannte „Bockschliachtn“ war unpassierbar, weil viel zu steil und extrem rutschig. Wir umgangen diese Stelle dann parallel zu diesem Hohlweg zwischen den Reben eines daneben liegenden Weinfeldes. Die nasse Wiese darin begünstigte sogar den Reinigungsprozess unserer Schuhe, und so wurden wir um einige Kilo leichter und konnten damit schneller ans Ziel gelangen …

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Problemlos trafen wir alle wieder am Start/Ziel-Bereich ein, versorgten die Hunde, und gesellten uns noch ins TWINS, um den Tag ausklingen zu lassen.

Es war einfach Super, und trotzdem ein schöner Saisonauftakt 2016! Natürlich hoffen wir aber auf schöneres Wetter auf unseren zukünftigen Touren! Die nächste findet ja schon in einer Woche statt: Der 42km Vorabstart des Orga-Teams.

Die kompletten Fotos dieser Tour findet Ihr hier:

>>Fotogalerie <<

 

Diesmal waren mit dabei:
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Erwin, Christian, Chris & Thomas

Trailrocking in der Kulturlandschaft Paasdorf

Trailrocking in der Kulturlandschaft Paasdorf

Streckenlänge: 11,2km
Dauer: 3 Stunden (Pausen inklusive)
Natur: Freie Felder, Waldrand und Wiesenflächen. Aussicht nicht so grandios! Windradbaustellengebiet!
Ruhe: Derzeit noch Top! Nur sehr wenige Begegnungen.
Wegbeschaffenheit: Schotterwege, Wiesenwege, teilweise Asphalt.
Geeignet für: Einzelpersonen, Kleingruppen. Begrenzte Parkmöglichkeiten!

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Auf der Suche nach neuen Wandertrails für unser „Cani-Klick“ – dem Fototrekking – stieß ich im Internet auf die Kulturlandschaft Paasdorf bei Mistelbach. Der offizielle Weg ist ja nur knapp halb so lang als jene Weglänge die ich mir vorstellte, aber das ließ sich ja schnell durch ein paar „Ausschweifungen“ auf knapp über 11km ändern. Wie üblich, habe ich den geplanten Trail vorerst auf GPSies digitalisiert und angesehen, dann auf mein Garmin überspielt, und vergangenen Samstag gings dann los. Zusammen mit einem Freund starteten wir um 9:30 Uhr bei nur 6,5°C los und führen nach Paasdorf.

Parkplätze gibt’s in Paasdorf an der „Schwemmzeile“ von wo aus auch unser heutiges Trailrocking wegführte. Vorbei an einer futuristischen Bushaltestelle (sehenswert!) über den Feldwiesengraben und dem Schloss Paasdorf (eher unscheinbar), führte uns der Weg dann über die Schlosszeile dann ins freie Land, beginnend ab der Kirschenallee. Bis hierher hatten wir schon die ersten guten Fotos im Kasten.

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Von der Kirschenallee aus war unsere erste Station das „Ecce Homo Kreuz„. Leicht zu finden da man direkt darauf zusteuert. Unser Weg führte danach links am Kreuz vorbei, weiter in Richtung „Holzberg“ auf 270m Seehöhe. Bis dahin sahen wir schon die ersten massiven Veränderungen in der Landschaft. So zum Beispiel die neue Süd-Umfahrung von Mistelbach, die B46, die in unseren Wanderkarten noch nicht einmal eingezeichnet war. Dann bemerkten wir schon von weitem, dass hier ein komplett neuer Windpark entstehen würde. Eine Baustelle reihte sich an die nächste. Halb fertige Windräder standen bereits, bei anderen wurden gerade die Fundamente gemacht. Noch fanden wir das nicht so schlimm, und besichtigten sogar eine der Baustellen genauer.

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Am Holzberg angekommen standen wir nun auf der höchsten Stelle unserer Tour. Ein kleines Wegkreuz zierte die Stelle. Nach kurzem Rundumblick auf die Gegend, brachen wir wieder auf und folgten weiter unserem geplanten Weg. Unser nächstes Ziel war nun schon „Die Autobahn – Die Entdeckung der Korridore„.  Hier wurde künstlerisch eine Art Ausgrabung dargestellt bei der man ein Autobahnstück gefunden hatte. Die Idee fanden wir gut, die Umsetzung super. Doch das Kunstwerk wurde dadurch getrübt, dass erstens die Infoglastafel dem Baustellenverkehr der Windräder zum Opfer gefallen sein dürfte, und das Kunstwerk von Geo-Cachern missbraucht wird, die ihre Dose in der Leitschiene versteckt haben. (Ja, ein Muggl hat Eure Dose entdeckt! Was jetzt?).

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Weiter gings dann zum „Mahnmal für verlorene Artenvielfalt“ dass uns veranschaulichte, wie die Artenvielfalt im Weinviertel, schon alleine bei den Rinderrassen, verloren ging. Die Schrift ist aus der Nähe noch entzifferbar, doch der Algenwuchs von oben weg, der sich über den Kalksteinwürfel nach unten hin ausbreitet, wird das Kunstwerk bald komplett einnehmen.

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Nächste Station: „Das eiserne Kreuz„. Eigenartig aber irgendwie doch magisch anziehend steht es in der Gegend herum und rostet vor sich hin. Von Tauben oder anderen Vögeln besudelt heben sich die weißen „Patzerln“ kontrastreich von der schwarzen oder braunrostigen Oberfläche gut ab.

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Nachdem wir unsere Speicherkarten wieder mit einigen Fotos mehr angefüllt hatten, marschierten wir zum sogenannten „Klangatoll„, einem runden und einer Seite offenen Erdwallkonstruktion. Die neben dem Wall stehende Solaranlage weckte unser Interesse, denn da dürfte es irgendeine Funktion beim Klangwall geben, die Strom brauchte. Beim Betreten des Klangatolls fiel uns schon die breite Spur wildgewordener Motocrossfahrer oder Mountainbiker mittig über den Erdwall auf. Dann entdeckten wir in der Erde versenkte Lautsprecher, die aber ohne Funktion vor sich hin schwiegen. Nach kurzer Nachforschung fanden wir auch sowas wie eine Röhre, aus dem abgerissene Kabel hervorstanden. Also wieder ein Kunstwerk das dem Zerstörungstrieb von Idioten zum Opfer gefallen ist. Schade, wir hätten das Klangatoll gerne in Betrieb erlebt.

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Etwas enttäuscht verließen wir also das Klangatoll, und näherten uns nun dem „Windwürfelhaus„. Dieses Objekt besteht eigentlich aus zwei Objekten, nämlich dem Würfel der mitten am Feld sein Dasein fristet, und dem aufgeklappten Würfel, den man nicht so leicht als solchen am Boden liegend erkennt, weil Bauern mit ihren Landmaschinen da drüber donnern, und es offensichtlich vollkommen egal ist, ob es nun als Teil eines Weges oder als Kunstwerk angesehen wird. Am Windwürfelhaus machten wir eine kleine Pause, und genossen die noch vorherrschende Ruhe, die ja mit dem Rauschen der vielen neuen Windräder dann endgültig vorbei sein wird. Mittlerweile hatten wir auch die Gelegenheit einiges an Hasen und Rehen zu sehen, obwohl wir anfangs dachten, die Gegend sei durch die Baustellen komplett wildleer geworden. Die Aussicht hinüber auf den Buschberg und die zwei Radarstationen zeigte uns auch gleich, wie weitläufig das Weinviertel doch ist.

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Als letzte Station besuchten wir dann noch das „Ornamentfragment„. Ein in den Boden eingelassenes Kunstwerk aus Beton. Ironie war ein daneben angebrachtes Schild: „Material abladen verboten“, und den gleich daneben angehäuften Schutt- und Erdwällen einer Windradbaustelle …

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Nachdem wir diese letzte Station der Kulturlandschaft hinter uns hatten, machten wir uns auf den Rückweg zum Wagen. Der Weg führte noch über einen schönen Wiesenweg zum schon eingangs erwähnten Feldwiesengraben, den wir über eine Brücke queren mussten, die sicher schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Eigentlich gehört diese Brücke in dem Zustand gesperrt oder dringend saniert. Doch wen kümmerts da? Offensichtlich niemanden …

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Fazit: Die Wanderung an sich war eine schöne Sache. Die Wege gut zu gehen, die Streckenlänge für einen erholsamen Nachmittag gut geeignet. Die Kulturlandschaft selbst ist leider enttäuschend wegen des Zustandes der einzelnen Objekte. Die Landschaft selbst kann man praktisch als ruiniert betrachten. Wir finden es schade, dass immer mehr Flächen im Weinviertel für diese Windräder geopfert werden. Man kann ohnehin schon bald keine Fotos mehr machen, ohne dass ein Windrad im Bild ist …

Die komplette Fotoserie könnt Ihr Euch auf meinem Server ansehen: „Trailrocking Paasdorf 11,2km

Bis zum nächsten Mal, und viel Spaß beim Ansehen der Fotos,

Christian & Alex

Trailrocking im Hochleithenwald bei Wolkersdorf im Weinviertel (NÖ)

Trailrocking im Hochleithenwald bei Wolkersdorf im Weinviertel (NÖ)

Streckenlänge: 15km
Dauer: 3 1/2 Stunden (Pausen inklusive)
Natur: Waldgebiet und Wiesen.
Ruhe: Top! Nur sehr wenige Begegnungen.
Wegbeschaffenheit: Schotterwege, Wald- und Wiesenwege, teilweise Asphalt.
Geeignet für: Einzelpersonen, Kleingruppen. Begrenzte Parkmöglichkeiten!

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Trailrocking, also das Suchen neuer Wanderwege für uns, ist eine feine Sache. Man bewegt sich in der Natur, fernab von Städten und ihrem Dunst, in Ruhe und vor allem alleine. Man kann dabei so richtig entspannen und die Gedanken schweifen lassen. Die sportliche Seite von Trailrocking darf aber auch nicht unterschätzt werden. So wie diesmal im Hochleithenwald. 15km sollten es letzten Sonntag Nachmittag werden. In einem  ca. 3000ha großen Eichen-Hainbuchen-Wald mitten im Weinviertel.

Ausgangspunkt ist ein kleiner Platz keine 200m von der B7 (Brünnerstraße) entfernt. Dieser befindet sich noch vor dem Fahrverbot der Forststraßen in den Wald. Da wir nicht wollen, dass nun hunderte Menschen in den Wald strömen und vielleicht auch noch ihre Hunde darin frei laufen lassen, werde ich den genauen Standort nicht bekannt geben. Eines ist jedoch wichtig: Ein Verlaufen im Wald ist schnell möglich, und durch die Größe kann es viele Stunden dauern, bis man wieder (irgendwo) rauskommt!

Vom Startplatz weg geht’s ein Stückchen der B7 entlang, bevor ich in den Wald eintauchte, und dann nur mehr von Natur umgeben war. In den 3 1/2 Stunden die da wanderte sind mir genau 2 Jogger und 4 Wanderer begegnet. Man kann den Wald also durchaus als menschenleer bezeichnen. Man muss aber auch erwähnen, dass es die Traunsche Forstverwaltung (der Eigentümer des Waldes) gar nicht gern sieht, wenn man in „ihrem“ Wald herumwandert. Was solls. Das Betreten des Waldes zu Erholungszwecken ist jedem erlaubt, so stehts im Forstgesetz. Und ein zeitlich begrenztes jagdliches Sperrgebiet ist nicht beschildert.

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Der von mir sondierte Wanderweg führte tief in den Wald hinein, direkt ins Wildgatter, dass durch Wildroste und Zäune gut erkennbar ist. In diesem Bereich gilt natürlich absolute Stille. Es ist traumhaft ruhig da drinnen! In den seitlich wegführenden Wegen und Schneisen kann man sehr oft das eine oder andere Rehwild oder Hasen beobachten. Zum Glück hatte ich keine Begegnung mit den dort sehr zahlreich vorkommenden Wildschweinen. Die sollen ja keine angenehmen Zeitgenossen sein, und schon gar nicht wenn sie Frischlinge haben. Deswegen sollte man auch nie die Wege verlassen und keine Expeditionen in den dichten Wald machen.

Der von mir erkundete Rundkurs führte auch an einigen von der OMV betriebenen Pumpstationen vorbei. Die einzigen Makel die der Wald hat. Abgesehen von einigen Asphaltwegen die zu diesen Anlagen führen. Man hört sie schon ein paar hundert Meter bevor man sie sieht, diese Pumpen. Ein Grund mehr warum ich nicht die Abneigung des Eigentümers gegen Wanderer und Spaziergänger verstehe, obwohl da sogar Autos zu den OMV-Bereichen fahren. Eingezäunt sind sie sowieso auch, also kann auch keiner was daran kaputt machen. Und man geht ja auch nicht in den Wald um böswillig was zu ruinieren, oder?

Ganz vergessen habe ich Eingangs auch den Jäger oder Förster der mir mit seinem Pickup entgegenkam, aber sehr freundlich grüßte. Den Gruß erwiderte ich natürlich. Vielleicht erkennt er mich das nächste Mal wieder, und hat dann weniger Vorurteile gegenüber „Fremden“ in „seinem“ Wald. Freundlichkeit ist eine Brücke die man nutzen sollte, um ein Miteinander von Forst und Erholungssuchende in so einem sensiblen Bereich wie einen Wald zu festigen.

Was mich wunderte: Ich sah keinen einzigen Mountainbiker! Klar, es gilt Fahrverbot im Wald, aber was hält diese Zweiradanarchisten sonst davon ab, genau da zu fahren, wo es verboten ist? Vielleicht war aber auch nur die Zeit nicht richtig, um diesen „ich scheiß mich nix Pedalrittern“ zu begegnen. Egal. Mir gehen sie nicht ab wenn ich in der Natur unterwegs bin …

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Mit diesem Trailrocking habe ich auch wieder die Gelegenheit wahrgenommen, einige Ausrüstungsgegenstände zu testen. Unter anderem mein GPS (Garmin Oregon 650t), dass selbst im dichten Wald super aufzeichnet und immer ein GPS-Signal empfangen hat. Der aufgezeichnete Track war lückenlos. Die Kamerafunktion mit 8MP Auslösung fasziniert mich jedes Mal wenn ich mir die Qualität der gemachten Fotos dann zu Hause ansehe. Ich konnte jedoch noch nie wirklich testen, wie viele Fotos man damit machen kann. Wird aber sicher für unsere Trekking-Touren über LTH-Austria ausreichen da wir meist ohnehin eine DSLR auch dabei haben.

Von meiner neuen NORTHLAND-Trekkinghose (Grow SLR) war ich restlos begeistert. Leicht, trotzdem angenehm warm, durch den Stretch-Stoff immer gut angepasst, egal bei welcher Bewegung. Da macht Trekking Spaß. Schwer enttäuscht war ich aber von meinen neuen Alpaka Trekking Socken (Apu Kuntur). Super angenehm zu tragen, aber viel zu warm. Man schwitzt mit denen nach ein paar Kilometer echt wie Sau, und durch die feuchte Haut am Fuß gab’s dann eine Blase die sich gewaschen hatte! Also mein Tipp: Bleibt bei FALKE. Das sind und bleiben die besten Trekkingsocken die es gibt! Damit hatte ich noch nie Probleme, egal auf welchen Streckenlängen.

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Für das Wandern im Hochleithenwald mit Hund: Nutzt das Frühjahr wenn es noch kühler ist. Im Sommer kann ich von einem Trekking in diesem Wald – speziell nach Regen oder bei feuchter Witterung – nur abraten! Ein Hund reguliert seine Körpertemperatur durch Hecheln (Verdunstungskälte über Schleimhäute im Mail und die Zunge). Schwitzen wie wir kann ein Hund nur an den Pfoten und das reicht nicht aus, um die Köpertemperatur zu halten. Wenn dann im Wald die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, versagt die Körperkühlung des Hundes, und ihr habt ein Problem! Nehmt auch immer genügend Wasser für Euren Vierbeiner mit und macht Rastpausen! Er wird es euch danken!

Auch im Frühjahr ist es relativ anstrengend sich durch diesen Wald zu kämpfen. Ich verbrauchte selbst einiges an Wasser. Also denkt daran: Nehmt auch euch genügend zum Trinken mit! Eine kleine Jause um an einem ruhigen Ort eine entspannende Rast zu machen ist genauso empfehlenswert.

Nach erholsamen 3 1/2 Stunden bin ich dann wieder zum Ausgangspunkt zurück gekommen. Da ich mich weder gehetzt hatte, noch einen Rekord aufstellen musste, ist diese Zeit gerade richtig um 15km hinter sich zu bringen. Dabei inkludiert einige Pausen um Rehe zu beobachten, Fotos zu schießen, oder manche Dinge (Pumpstationen, Bildeichen, Fundstücke, etc.) näher zu betrachten.

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Kurz zusammengefasst: Dieser von mir sondierte Trail ist sicherlich für eine Kleingruppe von 5 bis 8 Personen super geeignet, um einen entspannenden und erholsamen Nachmittag zu verbringen. Hunde müssen hier aber generell immer an der Leine gehalten werden. Die Jäger sind in dieser Gegend nicht zimperlich. Im Laufe des Jahres werde ich sicherlich die eine oder andere geführte Wanderrunde hier machen. Wer Lust hat, dabei zu sein: Meldet Euch einfach bei uns! In diesem Sinne und bis zum nächsten Mal,

Christian

„Hipp, Hipp, Rock den Trail!“

Wandererlebnis Stausee Schlegeis (Tirol)

Wandererlebnis Stausee Schlegeis (Tirol)

Zuletzt aktualisiert am: 4. Juli 2016


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Einige wenige kennen ihn, den Schlegeis Stausee in Tirol. Die zum See führende (mautpflichtige) 13,3 km lange Schlegeis Alpenstraße beginnt in 1.000 m Seehöhe und führt über acht Kehren und vier Natursteintunnel zu den Parkplätzen beim Schlegeis Stausee in rund 1.800 m Seehöhe. Die Anfahrt gestaltet sich wirklich schön, und die Aussicht ist einfach ein Traum. Die atemberaubende Hochgebirgswelt zeigt sich hier schon bei der Auffahrt zum smaragdgrünen Stausee mit vielen Wasserfällen, Natursteintunneln und den einen oder anderen wunderschönen Gletscherausblick!

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Oben am Parkplatz angekommen, kann man am ersten Parkplatz am Bergrestaurant Schlegeis parken, oder weiter nach hinten fahren. Es stehen insgesamt 3 Parkplätze zur Verfügung. Platz ist also genug vorhanden. Wir haben uns für den mittleren Parkplatz entschieden, und sind dann weiter nach hinten in Richtung Jausenstation Zamsereck gewandert. Vorher kann man zur Olperer-Hütte abzweigen. Für geübte Trekker eine Hütte, die man einfach besucht haben muss! Die Aussicht von da oben auf den See hinunter ist einfach überwältigend. An der Jausenstation Zamsereck geht der Uferweg (Markierung rot-weiss-rot 502) vorbei, und führt zur Fischerhütte auf schon 1782m Seehöhe. Ab dann geht’s nur mehr dem See entlang bis nach hinten zur Einmündung des Schlegeisbaches in den Stausee. Natürlich endet der Wanderweg hier nicht, sonder man kann weiter nach hinten auf dem 35km langen Trail vom Zamsereck zur Kasseler Hütte trekken. Über das Furtschlaglhaus auf 2295m Seehöhe dann am Totenkopf vorbei und dem Schönbichler Horn (3133m) wird Euch dabei einiges abverlangt, bis ihr Euch dann wieder auf der Berliner Hütte ausrasten könnt. Danach geht’s weiter über die Nördliche Mörchenscharte (2872m) zur Greizer Hütte, die Lapenscharte (2701m) am Gfaller vorbei zur Kasseler Hütte, dem Endziel des 502.

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Der Aufstieg zur Olperer Hütte erfolgt wahlweise über den etwas angenehmeren 5,5km langen mit „OLPER“ (auch DMV und rot-weiss-rot 02) gekennzeichneten Weg, oder den einfach rot-weiss-rot markierten steilen Steig (Teil des Berliner Höhenweges) weiter nördlich zwischen dem Parkplatz 2 und 3. Zweiterer ist kürzer aber auch kraftraubend. Doch egal welchen Weg man nimmt, für die Mühen wird man mit der Aussicht von der Olperer Hütte nach unten auf den Stausee und das umliegende Panorama auf jeden Fall belohnt!

 

Einige Impressionen dieser Tour am Schlegeis Stausee:

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Info: Der Stausee speichert insgesamt 126,5 Mio. m3 Wasser – die Schlegeissperre ist mit einer Länge von 725 m die längste Staumauer vom „Verbund“. Ihr Inneres kann man bei einer Staumauerführung erkunden. Rund um den Schlegeis-Stausee erschließt sich der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, der seit 1991 auf 397 km2 den hinteren Teil des Zillertals als Schutzgebiet prägt. Im Naturpark steht die Ruhe und Erholung im Vordergrund. Der Uferweg entlang des Sees bietet einen wunderbaren Blick auf das Schlegeiskees und den höchsten Berg in den Zillertaler Alpen, den Hochfeiler mit 3.509 m Höhe.

 

Foto unten: Die Hängebrücke in Richtung Olperer Hütte und die traumhafte Aussicht auf den Stausee (Quelle: Wikipedia)

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Update per 04.07.2016: Seit unserem Besuch am Schlegeis-Speichersee hat sich einiges getan. Unter anderem wurde der neue Klettersteig direkt an der Staumauer „Schlegeis 131“ gebaut und eröffnet. Diese Info wollen wir Euch hier natürlich nicht vorenthalten …

Webinfo: http://www.bergsteigen.com/klettersteig/tirol/zillertaler-alpen/schlegeis-131-klettersteig

schlegeis_131_klettersteig_topoGrafik: Bergsteigen.com

 

3. Großengersdorfer Hunde-Wandermarathon – Der Vorabstart des Orgateams 2015

3. Großengersdorfer Hunde-Wandermarathon – Der Vorabstart des Orgateams 2015
Ein kleiner Rückblick wie es uns voriges Jahr ergangen ist …

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Ob Quälerei auch einen Namen hat? Nun, das erfahrt Ihr bis zum Ende dieses Beitrages. Ob es Spaß gemacht hat? Macht Euch selbst ein Bild davon!

Eigentlich wollten wir (Erwin, Michael, Thomas, Chris und ich) ja nur den 21km-Trail machen, aber nachdem wir voriges Jahr schon mal 32km hinter uns brachten, ritt uns bei der Wanderung bei den Myrafällen der Teufel, und wir beschlossen einstimmig, nun doch den 42km-Trail zu absolvieren. Da wir ja dem Organisationsteam des 3. Großengersdorfer Wandermarathons angehören, ist ein Start am Event selbst für uns praktisch unmöglich. Deswegen führten wir auch heuer wieder einen Vorabstart, 14 Tage vor dem eigentlichen Event durch. Da wir eine Gruppe sind, ist Beschiss ausgeschlossen, und wir haben das auch nicht nötig. Wie immer: Es geht ja um nichts, außer um den Spaß an der Sache.

Geplant war der 18. April. Treffen und Ausrüstungskontrolle für alle um 7:15 Uhr, und Abmarsch pünktlich um 8 Uhr früh. Geschätzte Dauer des Marathons mit Pausen: 12 Stunden. Das Sicherheitsnetz das wir den Teilnehmern dann am offiziellen Event bieten, hatten wir natürlich nicht, weil wir ja selbst unterwegs sein würden. Einzig die beiden Check-Points (für uns bei km 18,5 und km 32) konnten wir organisieren, um zumindest Wasser für die Hunde nachfassen und zumindest eine Jause bekommen zu können. Diese beiden Rastplätze waren unsere einzige Möglichkeit, auch im Notfall abgeholt und zu einem unserer Autos gebracht zu werden. So das Vorhaben.

Und hier, wie es dann tatsächlich war:

Die Woche vor dem Start fing schon recht ungut an. Zuerst der Wetterbericht mit Abkühlung und Regen, dann der Ausfall von Erwin, der sich am Sonntag – knapp eine Woche vor dem Start – nach einem Sturz schlimme Verletzungen zuzog, und damit nicht mehr fähig war, 42km durchzuhalten, ohne mit Schmerzmitteln vollgepumpt zu werden. Am Donnerstag kam die Nachricht von Michael, der aus beruflichen Gründen absagte. Kein guter Anfang für unser Vorhaben. Da waren wir nur noch 3.

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Samstag Morgen, wir trafen uns um 7:30 Uhr bei geschmeidigen 5°C am vereinbarten Treffpunkt, der Stake-Out-Wiese in Großengersdorf. Als ich eintraf war Thomas schon da, und Chris kam wenige Minuten später. Check-In war mit 7:40 Uhr erledigt, und nach einer kurzen Lagebesprechung starteten wir um 7:50 Uhr auf unsere 42km-Tour. Wir lachten schon beim Start, also konnte es nur ein super Tag werden. Der erste Teil des Weges der uns nach 1km wieder nach Großengersdorf rein brachte, und dann nach Süden an der sogenannten „Remise“ vorbei bis km 7 führte war relativ schnell absolviert. Wir marschierten am Großengersdorfer Badeteich vorbei, folgten dann dem Rußbach, bis ca. km 10 nach Pillichsdorf. Dort machten wir unsere erste Jausenpause. Hier merkte ich, dass ich schon seit gut 3km irgendein Problem mit meinen Schuhen hatte. Obwohl ich meine guten Lowa und das bereits erfolgreich getestete Sockensystem von Lundhags anhatte, stimmte was nicht. Noch machte ich mir keine Gedanken drüber. Es war nur so ein Gefühl, dass da an der Fußsohle was nicht ganz passte. Nach 15 Minuten brachen wir wieder auf, und machten uns auf den Weg in Richtung Checkpoint 1 bei km 15.

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Das Wetter das anfangs echt herrlich war, trübte immer weiter ein, und der eine oder andere Tropfen Regen beglückte uns unterwegs. Die Zeit am Checkpoint wurde notiert, und weiter gings zum Notfallsammelpunkt „Gerichtsberg“. Dorthin bekamen wir eine Pizzalieferung, Getränke und Wasser geliefert. Der Sammelpunkt war praktisch unsere „Mittagspause“. Dank meiner Frau, die ich 1 Stunde vor Ankunft benachrichtigte, war das Timing perfekt. Wir trafen um 12:30 Uhr keine 3 Minuten vor ihr am Treffpunkt ein. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen, und es siffte uns auf die Pizzen! Egal, wir saßen im nassen Grad, und picknickten. Trotz des Schweinewetters ließen wir uns das Essen schmecken. Wir hatten nun 18,5km in 4,5 Stunden hinter uns gebracht. Der Km-Schnitt passte. Nach der Stärkung ging es dann um 13:10 Uhr wieder weiter, und wir machten uns auf den Weg, in den Hochleithenwald hinein.

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Kleinere Pausen legten wir dann bei km 20 und 25 ein. Dazwischen erwischte uns ein schöner Hagelguss, und wir waren nass wie Hunde nach einem Bad. Ab 20 spürte ich dann das Aufkommen einer Blase. Was ich vorher als Druckstelle spürte, entwickelte sich dann echt als Blase. Um diese zu entlasten, änderte ich die Belastung am Fuß, was sich als Fehler herausstellen sollte. Denn ab km 25 hatte ich dann eine zweite Blase am selben Fuß. Und beide waren vom Gefühl her nicht von schlechten Eltern. Aufgeben? Das spielte es sicher nicht. Ich beschloss weiter zu gehen, und sagte auch zu meinen Wanderpartnern kein Sterbenswörtchen.

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Die Stimmung war bisher echt toll. Wir lachten, plauderten, diskutierten über dies und das, und machten so Kilometer um Kilometer. Immer darauf achtend, dass wir unseren Schnitt von ca. 4 km/h nicht überschritten. Uns ging es nicht nach Zeit, sondern darum, dass alle gut im Ziel ankommen würden. Auch Thor, der Schäferhund von Thomas, machte seine Sache echt super. Er wusste genau, wann er sich ausrasten konnte, und tat das auch sofort wir anhielten. Hunde sind schon gut drauf, wenn sie sich ihre Kräfte einteilen müssen.

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Um knapp 15:45 Uhr verließen wir dann bei km 27 wieder den Hochleithenwald. Jetzt galt es wieder meine Frau anzurufen, damit sie rechtzeitig am Checkpoint 2 bei Groß Schweinbarth eintreffen würde. Wir brauchten Wasser für den Hund, und Getränke für uns. Checkpoint 2 erreichten wir dann um 16:41 Uhr. Und wieder kaum ein paar Minuten später traf Manuela ein. Wir hatten echt ein perfektes Timing! Wir ließen die bisherig absolvierte Strecke Revue passieren, und Chris bestätigte uns die Korrektheit von Streckenbeschreibung und Karte. Er hatte die Aufgabe, diese während des Marsches zu überprüfen, bevor wir sie an die Teilnehmer des Marathons dann aussenden würden. Bisher passte alles, bis auf zwei Kleinigkeiten bei der Wegbeschaffenheit. Diese hatte sich seit unserer letzten Bewanderung dieser Wege, aufgrund von Bauern und Forst verändert. Die neuen Angaben wurden aber sofort als Notiz vorgemerkt, und würden dann in den aktuellen Beschreibungen schon ausgebessert sein.

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Bei mir war es nun auch fix. Ich hatte zwei riesen Blasen am linken Fuß. Das Brennen und Stechen während dem Gehen war nun schon gewaltig. Ich überlegte was ich machen sollte, entschloss mich aber, die letzten 10 Kilometer auch durchzuhalten. Ein Aufgeben kam nicht in Frage, obwohl das vor mir stehende Auto von Manuela schon recht einladend war. Ich änderte die Schnürung meines Schuhs, um ihn fester schnüren zu können, und um nicht im Schuh zu rutschen. Es war eh schon zu spät, aber es sollte ja nicht schlimmer werden. Und so brachen wir um 17:15 Uhr auf die letzte Etappe des Marathons auf. 10 Kilometer lagen nun noch vor uns, mit ein paar widrigen Streckenteilen vor denen ich mich nun ein wenig fürchtete.

Von Groß Schweinbarth aus marschierten wir nun in Richtung Auersthal, an den vielen Ölpumpen vorbei. Die lehmigen Streckenabschnitte die normalerweise bei Regen rutschen wie Glatteis waren zum Glück trocken und fest. So kamen wir auch wieder gut voran. Mein linker Fuß stach nun immer mehr, und ich musste mich echt schon zwingen, weiter zu gehen. Die Müdigkeit machte sich auch langsam bei uns allen breit, und ich merkte auch an Thomas‘ Schritten, dass er irgendwie schon kämpfte. Wir erreichten ca. um 19 Uhr dann Bockfließ. Endlich. Eine kurze Pause, und die restlichen 4km wollten bezwungen werden. Dann das erste kleine Hindernis. Am Straßenrand stand eine Hundehalterin mit zwei kleinen Keiffern. Zwar angeleint, aber die Bellerei war nicht ohne. Im Näherkommen schon meinte sie, „Jaja, die kleinen Hunde, die bellen immer so viel …“ – Von uns gab es keinen Kommentar darauf. Aber dann der Hammer. Sie fragte doch glatt Thomas, ob die beiden Tölen mal bei Thor schnuppern dürften!! Ich dachte ich höre schlecht! Bellende Hunde sollen an einem fremden Hund schnuppern dürfen?? Er meinte dazu natürlich nein, und dann hörte ich nur mehr „Wieso? Ist das ein Rüde?“ – ja Leute, was soll das? Was hat das damit zu tun, ob ein Hund ein Rüde oder ein Weibchen ist? Wie krank sind diese Ansichten eigentlich? Mein Mützen-Mädl hätte die beiden auseinandergenommen, und ich denke Thor hätte genauso (als Rüde) reagiert! ich verstehe manche Ansichten solcher Hundehalterinnen echt nicht. Ein Nein ist ein Nein, warum weiter hinterfragen? Sie war ziemlich angefressen, weil ihre beiden bellenden Tölen dann nicht schnuppern durften …

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Dann eine Zwangspause. Thomas Blutzuckerspiegel sackte ab. Er hatte natürlich alles dabei, um dem entgegen zu wirken. Doch während des Wartens begannen meine Füße höllisch zu brennen, und so ging ich nach ein paar Minuten langsam weiter. Mittlerweile dürften meine beiden Blasen ein erotisches Verhältnis in meiner Socke betrieben haben, denn es wurden 3. Und auch am bisher verschonten rechten Fuß meldete sich was an. Noch 2km. Die müssen einfach noch zu machen sein, dachte ich mir, und biss die Zähne zusammen. Mittlerweile holten mich die beiden wieder ein, und wir stiegen gemeinsam in den Hohlweg nach Großengersorf ein. Die letzte schwierige Stelle, die mich nochmals (wegen der Blasen) an meine Grenzen bringen sollte. Aber auch diesen Abstieg schaffte ich, schleppte mich dann den letzten Kilometer noch weiter, und sah dann endlich das Wasserwerk von Großengersdorf, wo unsere Autos standen! GESCHAFFT! Nach insgesamt 12 Stunden und 5 Minuten erreichten wir unser Ziel bei km 42! Wir hatten den Durchschnitt von 4 km/h gehalten. ich denke das ist eine super Leistung für uns, da wir sicherlich keine trainierten Spitzensportler sind. Ich war froh, als ich den Rucksack in den Wagen schmeißen konnte, und freute mich schon auf das Abschlussbier, dass wir in der uns bekannten Kneipe, dem „Twin“ in Großengersdorf genehmigen wollten.

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Schnell erledigten wir noch die Einträge in unseren Activity-Pässen, und fuhren dann in den Ort hinunter, wo wir wie geplant im „Twin“ einkehrten. Zufällig gab es an dem Abend Live-Musik, und die Hütte war gerammelt voll. Wir ergatterten noch 3 Plätze, und machten es uns gemütlich. Wobei von gemütlich eigentlich keine Rede sein konnte, weil uns alles weh tat. Trotzdem: Ein super Tagesabschluss, und ein toller Tag mit klassen Freunden!

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Thomas

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Chris

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Christian

Nun gab auch Thomas zu, dass er seit km 30 mit den Knien Probleme hatte … *lach* – Und auch Chris werden wir noch seine Geheimnisse rauslocken!

[Nachtrag 2016: Er hat sich seine Geheimnisse bisher natürlich nicht rauslocken lassen, aber am 16. April 2016 werden wir ihn genau beobachten, nämlich am Vorabstart des 4. Großengersdorfer Hunde-Wandermarathons!]

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News & Updates

News & Updates

Hier listen wir Euch relevante News und Updates auf, die wir auf unserer Seite machen. So findet Ihr nun noch schneller alle Änderungen oder neue Beiträge.

 

12.03.2017:
Die Fotogalerien des LTH wurden aktualisiert. Trailrocking in Siebenhirten wurde eingefügt. Weiters tritt mit heutigem Tage die neue VRSÖ Tierschutzordnung 2017 unseres Verbandes in Kraft. In dieser wird als Zusatzreglement auch das Langstreckenwandern mit Hunden erstmals ab 20km geregelt und ist für uns bindend. Beide PDF’s werden auf der Homepage unseres Verbandes in den nächsten Tagen veröffentlicht.

 

15.02.2017:
Die Seite „Videos“ haben wir entfernt, und dafür die Seite „News & Updates“ erstellt. Diese ist auch in den Auswahl-Links leicht zu finden. Weiters haben wir heute unsere „Jahresstatistiken“ erstellt, und danken für 5871 Besucher mit 33604 Aufrufen unserer Seite in 365 Tagen!! Ihr seid spitze!!

Achtung! Für unser tolles Event in Großengersdorf, die „Burning feet 2017“, laufen die Meldeprozedere bereits! Ausschreibung und Infos findet Ihr >> hier <<. Nur noch 71 Tage bis zum Start! Also schnell anmelden und einen Startplatz sichern, da das Teilnehmerfeld begrenzt ist.

 

 


Foto: Stausee Durlaßboden (C. Veigl)

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