Monthly Archives: März 2016

Trailrocking in der Kulturlandschaft Paasdorf

Trailrocking in der Kulturlandschaft Paasdorf

Streckenlänge: 11,2km
Dauer: 3 Stunden (Pausen inklusive)
Natur: Freie Felder, Waldrand und Wiesenflächen. Aussicht nicht so grandios! Windradbaustellengebiet!
Ruhe: Derzeit noch Top! Nur sehr wenige Begegnungen.
Wegbeschaffenheit: Schotterwege, Wiesenwege, teilweise Asphalt.
Geeignet für: Einzelpersonen, Kleingruppen. Begrenzte Parkmöglichkeiten!

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Auf der Suche nach neuen Wandertrails für unser „Cani-Klick“ – dem Fototrekking – stieß ich im Internet auf die Kulturlandschaft Paasdorf bei Mistelbach. Der offizielle Weg ist ja nur knapp halb so lang als jene Weglänge die ich mir vorstellte, aber das ließ sich ja schnell durch ein paar „Ausschweifungen“ auf knapp über 11km ändern. Wie üblich, habe ich den geplanten Trail vorerst auf GPSies digitalisiert und angesehen, dann auf mein Garmin überspielt, und vergangenen Samstag gings dann los. Zusammen mit einem Freund starteten wir um 9:30 Uhr bei nur 6,5°C los und führen nach Paasdorf.

Parkplätze gibt’s in Paasdorf an der „Schwemmzeile“ von wo aus auch unser heutiges Trailrocking wegführte. Vorbei an einer futuristischen Bushaltestelle (sehenswert!) über den Feldwiesengraben und dem Schloss Paasdorf (eher unscheinbar), führte uns der Weg dann über die Schlosszeile dann ins freie Land, beginnend ab der Kirschenallee. Bis hierher hatten wir schon die ersten guten Fotos im Kasten.

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Von der Kirschenallee aus war unsere erste Station das „Ecce Homo Kreuz„. Leicht zu finden da man direkt darauf zusteuert. Unser Weg führte danach links am Kreuz vorbei, weiter in Richtung „Holzberg“ auf 270m Seehöhe. Bis dahin sahen wir schon die ersten massiven Veränderungen in der Landschaft. So zum Beispiel die neue Süd-Umfahrung von Mistelbach, die B46, die in unseren Wanderkarten noch nicht einmal eingezeichnet war. Dann bemerkten wir schon von weitem, dass hier ein komplett neuer Windpark entstehen würde. Eine Baustelle reihte sich an die nächste. Halb fertige Windräder standen bereits, bei anderen wurden gerade die Fundamente gemacht. Noch fanden wir das nicht so schlimm, und besichtigten sogar eine der Baustellen genauer.

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Am Holzberg angekommen standen wir nun auf der höchsten Stelle unserer Tour. Ein kleines Wegkreuz zierte die Stelle. Nach kurzem Rundumblick auf die Gegend, brachen wir wieder auf und folgten weiter unserem geplanten Weg. Unser nächstes Ziel war nun schon „Die Autobahn – Die Entdeckung der Korridore„.  Hier wurde künstlerisch eine Art Ausgrabung dargestellt bei der man ein Autobahnstück gefunden hatte. Die Idee fanden wir gut, die Umsetzung super. Doch das Kunstwerk wurde dadurch getrübt, dass erstens die Infoglastafel dem Baustellenverkehr der Windräder zum Opfer gefallen sein dürfte, und das Kunstwerk von Geo-Cachern missbraucht wird, die ihre Dose in der Leitschiene versteckt haben. (Ja, ein Muggl hat Eure Dose entdeckt! Was jetzt?).

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Weiter gings dann zum „Mahnmal für verlorene Artenvielfalt“ dass uns veranschaulichte, wie die Artenvielfalt im Weinviertel, schon alleine bei den Rinderrassen, verloren ging. Die Schrift ist aus der Nähe noch entzifferbar, doch der Algenwuchs von oben weg, der sich über den Kalksteinwürfel nach unten hin ausbreitet, wird das Kunstwerk bald komplett einnehmen.

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Nächste Station: „Das eiserne Kreuz„. Eigenartig aber irgendwie doch magisch anziehend steht es in der Gegend herum und rostet vor sich hin. Von Tauben oder anderen Vögeln besudelt heben sich die weißen „Patzerln“ kontrastreich von der schwarzen oder braunrostigen Oberfläche gut ab.

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Nachdem wir unsere Speicherkarten wieder mit einigen Fotos mehr angefüllt hatten, marschierten wir zum sogenannten „Klangatoll„, einem runden und einer Seite offenen Erdwallkonstruktion. Die neben dem Wall stehende Solaranlage weckte unser Interesse, denn da dürfte es irgendeine Funktion beim Klangwall geben, die Strom brauchte. Beim Betreten des Klangatolls fiel uns schon die breite Spur wildgewordener Motocrossfahrer oder Mountainbiker mittig über den Erdwall auf. Dann entdeckten wir in der Erde versenkte Lautsprecher, die aber ohne Funktion vor sich hin schwiegen. Nach kurzer Nachforschung fanden wir auch sowas wie eine Röhre, aus dem abgerissene Kabel hervorstanden. Also wieder ein Kunstwerk das dem Zerstörungstrieb von Idioten zum Opfer gefallen ist. Schade, wir hätten das Klangatoll gerne in Betrieb erlebt.

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Etwas enttäuscht verließen wir also das Klangatoll, und näherten uns nun dem „Windwürfelhaus„. Dieses Objekt besteht eigentlich aus zwei Objekten, nämlich dem Würfel der mitten am Feld sein Dasein fristet, und dem aufgeklappten Würfel, den man nicht so leicht als solchen am Boden liegend erkennt, weil Bauern mit ihren Landmaschinen da drüber donnern, und es offensichtlich vollkommen egal ist, ob es nun als Teil eines Weges oder als Kunstwerk angesehen wird. Am Windwürfelhaus machten wir eine kleine Pause, und genossen die noch vorherrschende Ruhe, die ja mit dem Rauschen der vielen neuen Windräder dann endgültig vorbei sein wird. Mittlerweile hatten wir auch die Gelegenheit einiges an Hasen und Rehen zu sehen, obwohl wir anfangs dachten, die Gegend sei durch die Baustellen komplett wildleer geworden. Die Aussicht hinüber auf den Buschberg und die zwei Radarstationen zeigte uns auch gleich, wie weitläufig das Weinviertel doch ist.

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Als letzte Station besuchten wir dann noch das „Ornamentfragment„. Ein in den Boden eingelassenes Kunstwerk aus Beton. Ironie war ein daneben angebrachtes Schild: „Material abladen verboten“, und den gleich daneben angehäuften Schutt- und Erdwällen einer Windradbaustelle …

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Nachdem wir diese letzte Station der Kulturlandschaft hinter uns hatten, machten wir uns auf den Rückweg zum Wagen. Der Weg führte noch über einen schönen Wiesenweg zum schon eingangs erwähnten Feldwiesengraben, den wir über eine Brücke queren mussten, die sicher schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Eigentlich gehört diese Brücke in dem Zustand gesperrt oder dringend saniert. Doch wen kümmerts da? Offensichtlich niemanden …

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Fazit: Die Wanderung an sich war eine schöne Sache. Die Wege gut zu gehen, die Streckenlänge für einen erholsamen Nachmittag gut geeignet. Die Kulturlandschaft selbst ist leider enttäuschend wegen des Zustandes der einzelnen Objekte. Die Landschaft selbst kann man praktisch als ruiniert betrachten. Wir finden es schade, dass immer mehr Flächen im Weinviertel für diese Windräder geopfert werden. Man kann ohnehin schon bald keine Fotos mehr machen, ohne dass ein Windrad im Bild ist …

Die komplette Fotoserie könnt Ihr Euch auf meinem Server ansehen: „Trailrocking Paasdorf 11,2km

Bis zum nächsten Mal, und viel Spaß beim Ansehen der Fotos,

Christian & Alex

Trailrocking im Hochleithenwald bei Wolkersdorf im Weinviertel (NÖ)

Trailrocking im Hochleithenwald bei Wolkersdorf im Weinviertel (NÖ)

Streckenlänge: 15km
Dauer: 3 1/2 Stunden (Pausen inklusive)
Natur: Waldgebiet und Wiesen.
Ruhe: Top! Nur sehr wenige Begegnungen.
Wegbeschaffenheit: Schotterwege, Wald- und Wiesenwege, teilweise Asphalt.
Geeignet für: Einzelpersonen, Kleingruppen. Begrenzte Parkmöglichkeiten!

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Trailrocking, also das Suchen neuer Wanderwege für uns, ist eine feine Sache. Man bewegt sich in der Natur, fernab von Städten und ihrem Dunst, in Ruhe und vor allem alleine. Man kann dabei so richtig entspannen und die Gedanken schweifen lassen. Die sportliche Seite von Trailrocking darf aber auch nicht unterschätzt werden. So wie diesmal im Hochleithenwald. 15km sollten es letzten Sonntag Nachmittag werden. In einem  ca. 3000ha großen Eichen-Hainbuchen-Wald mitten im Weinviertel.

Ausgangspunkt ist ein kleiner Platz keine 200m von der B7 (Brünnerstraße) entfernt. Dieser befindet sich noch vor dem Fahrverbot der Forststraßen in den Wald. Da wir nicht wollen, dass nun hunderte Menschen in den Wald strömen und vielleicht auch noch ihre Hunde darin frei laufen lassen, werde ich den genauen Standort nicht bekannt geben. Eines ist jedoch wichtig: Ein Verlaufen im Wald ist schnell möglich, und durch die Größe kann es viele Stunden dauern, bis man wieder (irgendwo) rauskommt!

Vom Startplatz weg geht’s ein Stückchen der B7 entlang, bevor ich in den Wald eintauchte, und dann nur mehr von Natur umgeben war. In den 3 1/2 Stunden die da wanderte sind mir genau 2 Jogger und 4 Wanderer begegnet. Man kann den Wald also durchaus als menschenleer bezeichnen. Man muss aber auch erwähnen, dass es die Traunsche Forstverwaltung (der Eigentümer des Waldes) gar nicht gern sieht, wenn man in „ihrem“ Wald herumwandert. Was solls. Das Betreten des Waldes zu Erholungszwecken ist jedem erlaubt, so stehts im Forstgesetz. Und ein zeitlich begrenztes jagdliches Sperrgebiet ist nicht beschildert.

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Der von mir sondierte Wanderweg führte tief in den Wald hinein, direkt ins Wildgatter, dass durch Wildroste und Zäune gut erkennbar ist. In diesem Bereich gilt natürlich absolute Stille. Es ist traumhaft ruhig da drinnen! In den seitlich wegführenden Wegen und Schneisen kann man sehr oft das eine oder andere Rehwild oder Hasen beobachten. Zum Glück hatte ich keine Begegnung mit den dort sehr zahlreich vorkommenden Wildschweinen. Die sollen ja keine angenehmen Zeitgenossen sein, und schon gar nicht wenn sie Frischlinge haben. Deswegen sollte man auch nie die Wege verlassen und keine Expeditionen in den dichten Wald machen.

Der von mir erkundete Rundkurs führte auch an einigen von der OMV betriebenen Pumpstationen vorbei. Die einzigen Makel die der Wald hat. Abgesehen von einigen Asphaltwegen die zu diesen Anlagen führen. Man hört sie schon ein paar hundert Meter bevor man sie sieht, diese Pumpen. Ein Grund mehr warum ich nicht die Abneigung des Eigentümers gegen Wanderer und Spaziergänger verstehe, obwohl da sogar Autos zu den OMV-Bereichen fahren. Eingezäunt sind sie sowieso auch, also kann auch keiner was daran kaputt machen. Und man geht ja auch nicht in den Wald um böswillig was zu ruinieren, oder?

Ganz vergessen habe ich Eingangs auch den Jäger oder Förster der mir mit seinem Pickup entgegenkam, aber sehr freundlich grüßte. Den Gruß erwiderte ich natürlich. Vielleicht erkennt er mich das nächste Mal wieder, und hat dann weniger Vorurteile gegenüber „Fremden“ in „seinem“ Wald. Freundlichkeit ist eine Brücke die man nutzen sollte, um ein Miteinander von Forst und Erholungssuchende in so einem sensiblen Bereich wie einen Wald zu festigen.

Was mich wunderte: Ich sah keinen einzigen Mountainbiker! Klar, es gilt Fahrverbot im Wald, aber was hält diese Zweiradanarchisten sonst davon ab, genau da zu fahren, wo es verboten ist? Vielleicht war aber auch nur die Zeit nicht richtig, um diesen „ich scheiß mich nix Pedalrittern“ zu begegnen. Egal. Mir gehen sie nicht ab wenn ich in der Natur unterwegs bin …

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Mit diesem Trailrocking habe ich auch wieder die Gelegenheit wahrgenommen, einige Ausrüstungsgegenstände zu testen. Unter anderem mein GPS (Garmin Oregon 650t), dass selbst im dichten Wald super aufzeichnet und immer ein GPS-Signal empfangen hat. Der aufgezeichnete Track war lückenlos. Die Kamerafunktion mit 8MP Auslösung fasziniert mich jedes Mal wenn ich mir die Qualität der gemachten Fotos dann zu Hause ansehe. Ich konnte jedoch noch nie wirklich testen, wie viele Fotos man damit machen kann. Wird aber sicher für unsere Trekking-Touren über LTH-Austria ausreichen da wir meist ohnehin eine DSLR auch dabei haben.

Von meiner neuen NORTHLAND-Trekkinghose (Grow SLR) war ich restlos begeistert. Leicht, trotzdem angenehm warm, durch den Stretch-Stoff immer gut angepasst, egal bei welcher Bewegung. Da macht Trekking Spaß. Schwer enttäuscht war ich aber von meinen neuen Alpaka Trekking Socken (Apu Kuntur). Super angenehm zu tragen, aber viel zu warm. Man schwitzt mit denen nach ein paar Kilometer echt wie Sau, und durch die feuchte Haut am Fuß gab’s dann eine Blase die sich gewaschen hatte! Also mein Tipp: Bleibt bei FALKE. Das sind und bleiben die besten Trekkingsocken die es gibt! Damit hatte ich noch nie Probleme, egal auf welchen Streckenlängen.

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Für das Wandern im Hochleithenwald mit Hund: Nutzt das Frühjahr wenn es noch kühler ist. Im Sommer kann ich von einem Trekking in diesem Wald – speziell nach Regen oder bei feuchter Witterung – nur abraten! Ein Hund reguliert seine Körpertemperatur durch Hecheln (Verdunstungskälte über Schleimhäute im Mail und die Zunge). Schwitzen wie wir kann ein Hund nur an den Pfoten und das reicht nicht aus, um die Köpertemperatur zu halten. Wenn dann im Wald die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, versagt die Körperkühlung des Hundes, und ihr habt ein Problem! Nehmt auch immer genügend Wasser für Euren Vierbeiner mit und macht Rastpausen! Er wird es euch danken!

Auch im Frühjahr ist es relativ anstrengend sich durch diesen Wald zu kämpfen. Ich verbrauchte selbst einiges an Wasser. Also denkt daran: Nehmt auch euch genügend zum Trinken mit! Eine kleine Jause um an einem ruhigen Ort eine entspannende Rast zu machen ist genauso empfehlenswert.

Nach erholsamen 3 1/2 Stunden bin ich dann wieder zum Ausgangspunkt zurück gekommen. Da ich mich weder gehetzt hatte, noch einen Rekord aufstellen musste, ist diese Zeit gerade richtig um 15km hinter sich zu bringen. Dabei inkludiert einige Pausen um Rehe zu beobachten, Fotos zu schießen, oder manche Dinge (Pumpstationen, Bildeichen, Fundstücke, etc.) näher zu betrachten.

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Kurz zusammengefasst: Dieser von mir sondierte Trail ist sicherlich für eine Kleingruppe von 5 bis 8 Personen super geeignet, um einen entspannenden und erholsamen Nachmittag zu verbringen. Hunde müssen hier aber generell immer an der Leine gehalten werden. Die Jäger sind in dieser Gegend nicht zimperlich. Im Laufe des Jahres werde ich sicherlich die eine oder andere geführte Wanderrunde hier machen. Wer Lust hat, dabei zu sein: Meldet Euch einfach bei uns! In diesem Sinne und bis zum nächsten Mal,

Christian

„Hipp, Hipp, Rock den Trail!“

Wandererlebnis Stausee Schlegeis (Tirol)

Wandererlebnis Stausee Schlegeis (Tirol)

Zuletzt aktualisiert am: 4. Juli 2016


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Einige wenige kennen ihn, den Schlegeis Stausee in Tirol. Die zum See führende (mautpflichtige) 13,3 km lange Schlegeis Alpenstraße beginnt in 1.000 m Seehöhe und führt über acht Kehren und vier Natursteintunnel zu den Parkplätzen beim Schlegeis Stausee in rund 1.800 m Seehöhe. Die Anfahrt gestaltet sich wirklich schön, und die Aussicht ist einfach ein Traum. Die atemberaubende Hochgebirgswelt zeigt sich hier schon bei der Auffahrt zum smaragdgrünen Stausee mit vielen Wasserfällen, Natursteintunneln und den einen oder anderen wunderschönen Gletscherausblick!

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Oben am Parkplatz angekommen, kann man am ersten Parkplatz am Bergrestaurant Schlegeis parken, oder weiter nach hinten fahren. Es stehen insgesamt 3 Parkplätze zur Verfügung. Platz ist also genug vorhanden. Wir haben uns für den mittleren Parkplatz entschieden, und sind dann weiter nach hinten in Richtung Jausenstation Zamsereck gewandert. Vorher kann man zur Olperer-Hütte abzweigen. Für geübte Trekker eine Hütte, die man einfach besucht haben muss! Die Aussicht von da oben auf den See hinunter ist einfach überwältigend. An der Jausenstation Zamsereck geht der Uferweg (Markierung rot-weiss-rot 502) vorbei, und führt zur Fischerhütte auf schon 1782m Seehöhe. Ab dann geht’s nur mehr dem See entlang bis nach hinten zur Einmündung des Schlegeisbaches in den Stausee. Natürlich endet der Wanderweg hier nicht, sonder man kann weiter nach hinten auf dem 35km langen Trail vom Zamsereck zur Kasseler Hütte trekken. Über das Furtschlaglhaus auf 2295m Seehöhe dann am Totenkopf vorbei und dem Schönbichler Horn (3133m) wird Euch dabei einiges abverlangt, bis ihr Euch dann wieder auf der Berliner Hütte ausrasten könnt. Danach geht’s weiter über die Nördliche Mörchenscharte (2872m) zur Greizer Hütte, die Lapenscharte (2701m) am Gfaller vorbei zur Kasseler Hütte, dem Endziel des 502.

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Der Aufstieg zur Olperer Hütte erfolgt wahlweise über den etwas angenehmeren 5,5km langen mit „OLPER“ (auch DMV und rot-weiss-rot 02) gekennzeichneten Weg, oder den einfach rot-weiss-rot markierten steilen Steig (Teil des Berliner Höhenweges) weiter nördlich zwischen dem Parkplatz 2 und 3. Zweiterer ist kürzer aber auch kraftraubend. Doch egal welchen Weg man nimmt, für die Mühen wird man mit der Aussicht von der Olperer Hütte nach unten auf den Stausee und das umliegende Panorama auf jeden Fall belohnt!

 

Einige Impressionen dieser Tour am Schlegeis Stausee:

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Info: Der Stausee speichert insgesamt 126,5 Mio. m3 Wasser – die Schlegeissperre ist mit einer Länge von 725 m die längste Staumauer vom „Verbund“. Ihr Inneres kann man bei einer Staumauerführung erkunden. Rund um den Schlegeis-Stausee erschließt sich der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, der seit 1991 auf 397 km2 den hinteren Teil des Zillertals als Schutzgebiet prägt. Im Naturpark steht die Ruhe und Erholung im Vordergrund. Der Uferweg entlang des Sees bietet einen wunderbaren Blick auf das Schlegeiskees und den höchsten Berg in den Zillertaler Alpen, den Hochfeiler mit 3.509 m Höhe.

 

Foto unten: Die Hängebrücke in Richtung Olperer Hütte und die traumhafte Aussicht auf den Stausee (Quelle: Wikipedia)

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Update per 04.07.2016: Seit unserem Besuch am Schlegeis-Speichersee hat sich einiges getan. Unter anderem wurde der neue Klettersteig direkt an der Staumauer „Schlegeis 131“ gebaut und eröffnet. Diese Info wollen wir Euch hier natürlich nicht vorenthalten …

Webinfo: http://www.bergsteigen.com/klettersteig/tirol/zillertaler-alpen/schlegeis-131-klettersteig

schlegeis_131_klettersteig_topoGrafik: Bergsteigen.com