Hunde am Fahrrad – ist nicht erlaubt!

Hunde am Fahrrad – ist nicht erlaubt!
von Sigrid Mair

Das Mitführen von Deinem Hund an der Leine, während man auf dem Fahrrad sitzt, ist weder juristisch erlaubt, noch aus Tierschutz-Sicht zu empfehlen. Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH erklären Dir warum.

Herrchen sitzt bequem im Sattel und Bello läuft an der Leine nebenher. Doch das ist nicht ganz ungefährlich, denn wenn das Hündchen plötzlich zur Seite rennt oder abrupt stehen bleibt, fliegt Herrchen hinterher. Täglich sieht man Hundehalter, die ihre Vierbeiner an der Leine führen, während sie ihres Weges radeln. Doch man handelt hier jedoch gegen das Gesetz, und aus der Sicht des Tieres sollte man auch besser darauf verzichten.

Juristisch verboten

Die Straßenverkehrsordnung besagt ganz klar, dass das Anleinen von Tieren an Fahrzeugen in Österreich verboten ist. Hier droht eine Geldstrafe von bis zu 726 €, wenn Ihr Euer Haustier während der Fahrt an einer Leine hält. Denn das Fahrrad ist laut Gesetz ebenfalls ein Fahrzeug. Auch vom Standpunkt des Tierschutzes wird von der Verwendung dringend abgeraten. Die Tatsache, dass man häufig Menschen sieht, die ihren Hund angeleint beim Radfahren mitführen, rechtfertigt sie nicht.

Kein Schöner Ausflug – für Deinen Hund

Neben der einfachen Leine gibt es auch sogenannte “Dogrunner”, die das Mitführen des Hundes beim Radeln erleichtern sollen. Dabei werden die Tiere gezwungen, das Tempo des Fahrrads anzunehmen und stets dicht am Reifen zu laufen. Ob normale Leine oder Dogrunner, aus rechtlicher Sicht des Tieres ist beides mehr als bedenklich. Denn wenn Dein Hund vom Fahrrad aus bewegt wird, wird er unweigerlich zu einem rascheren Tempo gezwungen. Dabei hat Dein Liebling keine freie Wahl zwischen langsamen Tempo oder auch mal stehen zu bleiben, um eine interessante Stelle zu beschnüffeln oder zu pinkeln. Das natürliche Interesse andere Hunde zu begrüßen oder sich zu lösen, wird dadurch nicht befriedigt.

Die Alternative

Es gibt zwei Alternativen: Entweder radeln und Deinen Hund nicht angeleint mitlaufen lassen, oder zu Fuß gehen. Erstere Variante ist, solltest Du nicht in Deinem persönlichen Nationalpark ohne Verkehr und andere Fußgänger leben, keine gute Idee. Zu Fuß ist Dir zu langweilig? Da können wir Dir nur empfehlen: Geh doch mit Deinem Hund laufen. Dabei bist Du Deinem Hund wesentlich näher und Dein Vierbeiner muss sich nicht so abhetzen wie beim Radfahren.


Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/Mitgliedschaft


Danke an die Tierfreunde Österreich für diesen Artikel!
>> Quelle <<

 

Anmerkung des VRSÖ:

Das Einspannen (Bike, Scooter, Trainingswagen) von Sporthunden zu Renn- und Trainingszwecken mit geeignetem Equipment und vorausgesetzt es handelt sich um Schlittenhunde oder dafür geeignete Hunderassen ist erlaubt. Das Trainieren oder das Durchführen von Rennen auf harten Böden und Asphalt ist jedoch verboten!